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Der technisch kontrollierte Mensch PDF Drucken E-Mail

 "(Dr. Richard Sauder) - Was unter Bewusstseinskontrolle stehenden Menschen besonders schwerfällt ist, zu erkennen dass ihr Bewusstsein kontrolliert wird. Der große Philosoph und Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe gelangte bekanntlich schon vor zweihundert Jahren zu der Erkenntnis: „Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein.“... 

Am 19. September 1970 brachte die New York Times einen Leitartikel über die zukünftige Bedrohung unserer technischen Zivilisation. Er zog die Möglichkeit in Betracht, dass man neugeborenen Babys Gehirnchips zur Kontrolle ihrer Emotionen einpflanzen könnte. Auch wenn diese Vorstellung vielen vielleicht zu unrealistisch oder zu brutal erscheinen mochte, war dies bereits lange Zeit vor Veröffentlichung dieses Artikels in die Tat umgesetzt worden. 1948 begann man in einem bekannten schwedischen Kinderkrankenhaus damit, Elektroden in die Gehirne neugeborener Babys zu implantieren um mit ihnen brutale Experimente durchzuführen. Weitere Projekte dieser Art fanden u. a. in England, USA und Neuseeland statt.

 

Samen für eine neue Zukunft auf der Erde

Dies war die Zeit, als die neue Wissenschaft der Kybernetik realisiert wurde und die ersten Supercomputer für Gehirn-Experimente durch Zwei-Wege-Radio-Kommunikation programmiert wurden. Chirurgen und Ärzte begannen bereits in den 1940er Jahren mit dem Einpflanzen von Implantaten in Patienten während einer Operation. Professor Norbert Wiener schrieb in seinem Buch Kybernetik, dass die ersten Tests mit ferngesteuerten Gehirnen 1942 an der Princeton-Universität stattfanden. Die neue Technologie mit Gehirn-Implantaten, Fernsteuerung und Supercomputern wurde etabliert. Begriffe wie Mensch-Maschine-Interaktion, Brain-Computer-Interface, Biotelemetrie oder MindControl wurden ebenfalls verwendet.

Am 28. Dezember 1948 veröffentlichte die französische Zeitung Le Monde eine halbe Seite über Kybernetik mit der Überschrift „Eine neue Wissenschaft – Kybernetik – die mechanische Manipulation von menschlichen Reaktionen – Wird es eines Tages helfen, die beste aller Welten zu erschaffen?“ Sie wiesen auf völlig neue Methoden der neurologischen Manipulation hin. In der Tat ging es dabei nicht nur um das menschliche Gehirn und das Verhalten, sondern um alle biologischen Prozesse. Elektronische Funktionen und automatisierte Systeme mit der Möglichkeit der Kontrolle durch die neue Wissenschaft Kybernetik wurden bereits in diesen frühen Jahren vorausgesagt.

 

Kybernetik – Eine neue Wissenschaft 1948

Die New York Times hatte eine Woche vor  Le Monde ihren ersten Artikel über die neue Wissenschaft der Kybernetik veröffentlicht und ging davon aus, das diese Wissenschaft die gleichen Auswirkungen haben würde, wie die frühen Entdeckungen der Quanten- und Relativitätstheorien.

Norbert Wiener war der Konflikt zwischen Macht und menschlichen Interessen bewusst. Mit Überwachung der Gehirnfunktionen und biologischer Kontrolle könnte man nicht nur völlige Gesundheit, Freude und Erweiterung der geistigen Fähigkeiten erreichen sondern auch neue Fähigkeiten hinzufügen. Wiener dachte, das es – wenn überhaupt – sehr lange dauern würde, bis die gewöhnlichen Menschen die neuen Möglichkeiten nutzen könnten. Während der 1950er Jahre erkannte er, dass die Technologie missbraucht wurde und der groß angelegte Missbrauch wie die Verhaltens-Manipulation veranlasste ihn, seine wissenschaftliche Arbeit einzuschränken. Stattdessen fing er an, um die Welt zu reisen, um vor den Gefahren zu warnen. Am 18. März 1964 war er in Stockholm, Schweden und hielt einen Vortrag an der Königlichen Akademie der Wissenschaften, aber während seines Vortrags erlitt er einen Herzinfarkt und starb.

 

Hinter militärischer Kontrolle und absoluter Geheimhaltung

Der Missbrauch, der u. a. in Krankenhäusern stattfand, sowie das militärische Interesse an der Gehirn-Technologie machten es unvermeidlich, eine Verteidigung aufzubauen, damit nichts darüber bekannt wurde. Geheimdienste wie MI5 und CIA kümmerten sich darum, mögliche Lücken dieser Verteidigung zu schließen. Psychiatrische Einrichtungen, Krankenhäuser, Gefängnisse, Ärzteverbände, Professoren, Pharma-Unternehmen, und auch die Forscher von Tierversuchen mit Elektroden wurden in die Projekte mit militärischer Geheimhaltung einbezogen.

Bereits in den frühen 1950er Jahren schlugen medizinische Einrichtungen ihren Forschern vor, der CIA beizutreten, um an der geheimen Operation teilzunehmen. So sollte auch 1953 Professor John C. Lilly, bekannt für seine Elektroden-Experimente bei Delphinen und Affen,  bei den Experimenten mitwirken, aber er weigerte sich. Ihm war bewusst, dass diese Hirn-Stimulations-Technik bei jedem Menschen ohne irgendwelche neurochirurgischen Eingriffe angewendet werden konnte. Das bedeutet, dass jeder dieses einem Menschen mit entsprechender Technik antun könnte, versteckt, ohne jeden Hinweis auf die Verwendung von Elektroden. Lilly fühlte, dass, falls diese Technik in die Hände von Geheimdiensten fallen würde, diese die totale Kontrolle über einen Menschen ausüben könnten und sie in die Lage versetzen würden, seine Überzeugungen extrem schnell zu verändern.

Dies war der Stand vor einem halben Jahrhundert. Heutzutage kann das Gleiche mit implantierbaren biologischen Chips erreicht werden, welche in Verbindung mit Gehirn-Computer-Technologie für eine unbegrenzte Anzahl von aus der Entfernung durchgeführten Projekten verwendet werden, inklusive politischer, medizinischer, verhaltensrelevanter, kognitiver, psychischer und ethnographischer Untersuchungen. Diese versteckten Angriffe werden von den betroffenen Personen häufig als Manipulation des Verhaltens bzw. der Gedanken (auch bekannt als MindControl) geschildert.

 

US-Weltraum-basierte-Gehirn-Systeme

Dennis Kucinich versuchte mit seinem Gesetzentwurf, die Zivilbevölkerung vor dem Missbrauch dieser unsichtbaren Gehirnwaffen zu schützen. Diese Waffen schließen auch die Möglichkeiten von Satellitensystemen ein, die in der Lage sind, die Biologie oder das Verhalten zu manipulieren oder die Stimmung einer ganzen Bevölkerung zu ändern.

Schweden hat die Gehirn- und Verhaltens-Technologie unter Geheimhaltung durch die Verteidigungsministerien seit einem halben Jahrhundert entwickelt. Sie haben ein Netzwerk mit führenden Professoren gegründet, um eine neue soziale Ordnung, eine neurologische Veränderung mit militärischer Macht zu schaffen. Die Fähigkeit, biologische Funktionen zu steuern, kann entweder Hölle oder Himmel bedeuten, je nach dem, was damit bezweckt werden soll. 

Der schwedische Dr. Frankenstein

In Schweden gibt die Militärforschungs-Anstalt FOI in ihrem jährlichen Bericht für 2011 ihre Zielsetzung an: Die Steuerung kognitiver Funktionen (Gedanken, Vernunft usw.) der Menschen für die gesamte Lebensdauer. Und sie fügen hinzu, dass sie über fortgeschrittene Methoden verfügen, um das Verhalten von Individuen zu verändern. Diese sind nicht etwa für einige wenige Menschen, sondern für die gesamte Bevölkerung bestimmt. Biochips werden in Krankenhäusern mit Medizin gemischt und eingespritzt. Dieses Projekt wird in allen EU-Nationen durchgeführt und das Gleiche gilt für die gesamte moderne Welt. Dies wurde von der Europäischen Beratergruppe für ethische Fragen mit dem schwedischen Professor Göran Hermerén in einer Erklärung an die EU-Kommission vom 16. März 2005 mit aufgenommen. Indem sie erwähnen, dass wir an einem Scheideweg einer Technologie stehen, die entweder Paradies oder Sklaverei bedeuten kann und dass die Bürger darüber informiert werden müssen. "Brain-Computer Interface (Gehirn-Machine-Schnittstelle) oder direkte Steuerung des Gehirns: die damit verbundenen Technologien sind Kommunikationstechnologien: Sie nehmen Informationen vom Gehirn auf und leiten sie nach außen weiter … In welchem ​​Maße könnte diese Technologie durch das Militär missbraucht werden? … Der Gebrauch dieser Technologie zur Fernsteuerung des Willens von Menschen sollte strikt verboten werden…“

Dieses Thema ist ein staatlich geplantes Projekt, um alle Leute für medizinische Forschungen, Gehirnexperimente, soziale Untersuchungen, Verhaltensstudien und Manipulationen zu integrieren, damit Änderungen unserer kognitiven Mittel vorgenommen werden können, falls wir nicht in die staatlichen Normen passen sollten. 

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Aufgeführte Quellen im Original-Artikel:  

The New York Times editorial, Brainwave, September 19, 1970
The New York Times editorial Push-Button People, April 10, 1967
The New York Times editorial Control CIA – Not Behavior, August 5, 1977
Cybernetics, Norbert Wiener, 1948
Le Monde, Une Nouvelle Science - La Cybernetique, December 28, 1948
The New York Times, Science in Review, December 19, 1948,
The Scientist, John C. Lilly, 1978
Science, The Issue of Control of Human Behavior, November 30, 1956
Multichannel transmission and fetal studies, Stuart Mackay, 1970
Bio-Medical Telemetry, Stuart Mackay. 1968
Nature, Mackay and Jacobsson, Endoradiosondes, 1957
Telemetry is coming of age, Mackay, Jutter and Spear, 1983
Depth-electrographic stimulation of the brain and behavior, C.W. Sem-Jacobsen, 1968
Two-way transdermal communication with the brain, J.M. Delgado, 1975
A Computer based brain stimulation system to investigate sensory prostheses for the blind and deaf, Donald K. Eddington and Michael Mladejovski, University of Utah, 1976
New York Times Magazine, What Kind of Humans Would We Like to Construct, November 15, 1970
Physical Control of the Mind, J.M. Delgado, 1968
The Data Bank Society, Malcolm Varner/Michael Stone, 1970
Nature, Advances in Neuroscience May Threaten Human Rights, January 22, 1998
Ethical Aspects of ICT-Implants in the Human Body, The European Group of Ethics, EGE – March 2005, http://europa.eu.int/comm/european_group_ethics/index_en.htm
Man-Machine-System, The Swedish Defence Research Institution, Annual Report 2011