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RFID - CHIP PDF Drucken E-Mail

 

Die smarte Revolution 

51:49 - Vor 5 Jahren 

 

 

Sie stecken in Verpackungen, im Reisepass und unter der Haut: RFID-Chips sind inzwischen allgegenwärtig und sollen Menschen- und Warenströme lenken, als Türöffner dienen, Diebstähle verhindern, als Geldbörse fungieren oder Fälschern das Handwerk legen. In den Medien wie in der Industrie ist RFID das Thema. Die Schlagzeilen lauten "Der gläserne Bürger", "Der Chip, dem niemand mehr entrinnen kann" oder "Die vollautomatisierte Lieferkette". Aber was bedeutet RFID wirklich? 
 

So funktioniert ein RFID-Chip


 

Ein RFID-Chip kann mit Radiowellen gespeicherte Informationen an ein Lesegerät (RFID-Scanner) übermitteln. Der Einsatz von RFID-Chips geht weit über den Bereich von Warenetiketten hinaus. Auch der Personalausweis im Kreditkartenformat enthält einen RFID-Chip, der ein berührungsloses Auslesen von Personendaten per Scanner ermöglicht. In Bädern öffnen sich Spindtüren mittels Armbändern, in denen RFID-Chips integriert sind, in der Kantine ist bargeldloses Bezahlen dank RFID möglich, und am Skilift sorgen die unsichtbaren Chips für die Zutrittskontrolle. Doch wie funktionieren diese Chips?

 

 

Bemerkenswert ist, dass sie ohne eine Batterie auskommen. Der Scanner sendet auf einer Radiofrequenz eine Welle aus.

Der RFID-Chip kann aus dieser Welle Energie abzapfen, in einem winzigen Kondensator speichern und den Mikrocontroller so mit Strom versorgen. Bei der Übermittlung der Daten an den Scanner kommen zwei unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Bei der sogenannten Lastmodulation – die bei Chips mit einer Frequenz von 13,56 MHz zum Einsatz kommt – wird das Feld des Scanners stärker oder schwächer belastet. Diese Lastschwankungen registriert der Scanner als serielle Daten. 

 

 

Die meisten Chips arbeiten jedoch im Frequenzbereich 865 bis 869 MHz und nutzen das Prinzip der "modulierten Rückstreuung". Dabei werden Nebenfrequenzen zurückgestreut, die dann der RFID-Scanner als digitale Daten interpretieren kann.   

www.spiegel.de

http://www.youtube.com/watch?v=mnXAyAiqUlw

 

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 Mädchen sollte von Schule fliegen, weil sie keinen Ortungschip tragen wollte 

Im amerikanischen Bundesstaat Texas ist jetzt eine Schülerin vom Unterricht ausgeschlossen worden, weil sie sich weigerte, einen sogenannten Ortungschip zu tragen. Diese hatte die Schule zu Beginn des Semesters eingeführt.

Die Highschool hatte die RFID-Chips an Halsketten eingeführt, damit immer nachvollziehbar ist, wo sich die Schüler gerade aufhalten. Auch will man so die Anwesenheitszeiten kontrollieren.

Die Schülerin weigerte sich jedoch. Dies begründete sie mit einem vermeintlich satanischem Symbol darauf und auch ihrer Privatsphäre. Deshalb wollte die zuständige Behörde die Schülerin an eine andere Schule versetzen. Doch die Eltern mobilisierten die Öffentlichkeit.
 

http://www.shortnews.de/id/996244/USA-Madchen-sollte-von-Schule-fliegen-weil-sie-keinen-Ortungschip-tragen-wollte   

 

Was ist ein Smart-Label? Was ist ein Transponder? 

Ein Smart-Label ist ein Haftetikett mit integriertem Transponder.

Ein Transponder ist ein mikroelektronischer Schaltkreis. Bestehend aus einer Sende- und Empfangsantenne, einer Steuerlogik und einem Datenspeicher. Diese Schaltkreise können vielfältigst integriert werden. Unter anderem auch in Haftetiketten. Ein mit einem Transponder versehenes Haftetikett nennt man Smart-Label oder auch RFID-Label.

Es gibt Transponder, die sich nur einmal beschreiben lassen (festprogrammierte Transponder), und solche die ein überschreiben der gespeicherten Informationen erlauben (programmierbare Transponder).

Es gibt aktive und passive Transponder. Aktive Transponder erhalten die benötigte Energie für die Informationsübertragung und den Datenerhalt aus einer Batterie. Passive Transponder entnehmen die benötigte Energie vollständig dem elektromagnetischen Feld das die Schreib-/Lesestation aussendet. In Smart-Labels werden aus Platzgründen nur passive Transponder verwendet.   

 

Vorteile der Smart-Labels (Transponder-Technik)

Lesen ohne Sichtverbindung
Gleichzeitiges Lesen mehrerer Smart-Labels (bis zu 30 gleichzeitig)
Daten können ergänzt, gelöscht und verändert werden
Höhere Erstleserate als beim Barcode
 

 

Was ist ein RFID-Label?

Ein RFID-Label ist eine andere Bezeichnung für ein Smart-Label. 

Wie funktioniert ein Transponder?

Gelangt ein Transponder in die Reichweite einer Schreib-/Lesestation, so wird bei passiven Transpondern zunächst der Energiespeicher aufgeladen. Der Transponder sendet dann den Inhalt seines Datenspeichers an die Schreib-/Lesestation, und/oder erhält von dort neue Daten. Die Datensicherheit während der Übertragung ist durch ein entsprechendes Datenprotokoll gegeben. Dadurch ist es auch möglich, mehrere in Reichweite der Schreib-/Lesestation befindliche Transponder auszulesen bzw. zu beschreiben. 

Wie groß ist die Reichweite eines Transponders?

Die Reichweite der Datenübertragung ist abhängig von der Antennengröße des Transponders, der Leistung der Schreib-/Lesestation und dem Transpondertyp (aktiv oder passiv). Aktive Transponder haben eine Reichweite von bis zu 100 m. Passive Transponder haben eine Reichweite bis ca. 120 cm. 

 

Welche Datenmenge kann ein Transponder speichern?

Derzeit max. 1024 Bit. Das entspricht ~ 128 Zeichen.

Wo werden Transponder eingesetzt?

Aus optischen Gründen, wenn beispielsweise ein Barcode für einen Barcodeleser nicht sichtbar ist weil sich der Barcode auf der Innenseite (oder einer anderen unzugänglichen Stelle) des Produktes befindet. Transponder (Smart-Label) benötigen keine Sichtverbindung zur Lesestation und können somit durch alle nicht-magnetischen Stoffe hindurch gelesen werden.

Falls stationsbedingte Informationen neu eingebracht oder verändert werden müssen ist dies mit einem Transponder problemlos möglich. Für die Qualitätssicherung könnte nach jedem Produktionsschritt eine eindeutige Identifikation auf den Transponder geschrieben werden. Dies ermöglicht eine nachträgliche Verfolgung der Produktionswege, um z.B. etwaige Fehlerquellen innerhalb eines Produktionsprozesses zu finden.

Gepäckverfolgung mittels Hängeetikett mit integriertem Smart-Label.

Eine weitere interessante Anwendung ist das Markieren von wichtigen Elementen mit Transpondern, um sie im fertigen Produkt ohne Sichtkontakt zu identifizieren (z.B. Seiten-Airbags in der Türverkleidung).

Schnelles Sortieren von Gütern im Logistik- und Lagerbereich, einfache Inventur, Identifikation und Leitung von Gepäckstücken am Flughafen, als Warensicherung, Preisauszeichnung und Verfallsdatumsspeicher im Einzelhandel, Video- oder Buchverleih.   

Kann das Smart-Label auch als EAS-System eingesetzt werden?

EAS = Elektronische Artikel Sicherung. Das Smart-Label besitzt eine in dem Chip integrierte EAS-Funktion (sagt zum Beispiel die Fa. Schneider-Etiketten) 

Lassen sich Transponder-Etiketten genauso bedrucken wie Etiketten?

Nicht nur das. Das RFID-Etikett kann wie bisher auch vorbedruckt geliefert werden. Über einen speziell ausgestatteten Thermotransferdrucker mit integrierter RFID-Schreib-/Leseeinheit ist es auch möglich das Smart-Label während der Bedruckung zu beschreiben, also den Speicher des Transponders mit beliebigen Daten zu füllen. 

Sind Smart-Label auch für raue Umgebungen geeignet?

Durch spezielle PU-Flüssigbeschichtung (Schneider-Etiketten) kann die Beständigkeit auch bei stärkster mechanischer Belastung gewährleistet werden.
 

Weitere Informationen zum Smart-Label 

Die RFID Technologie erlaubt eine einfache, flexible und zuverlässige Identifikation, Verfolgung und Steuerung einer Vielzahl von Objekten auf elektronischem Weg. Die zu identifizierenden Objekte werden mit Transponder (auch Tag genannt) ausgerüstet. Der Tag besteht aus einem Chip mit integriertem Prozessor, zugehörendem Speicher und einer Antenne. Dieser Speicher behält die Daten über eine Zeitdauer von mindestens 10 Jahren. Die Energie für den Betrieb des vollkommen passiven Tag wird aus den elektromagnetischen Radiowellen entnommen, welche von einem Schreib-/Lesegerät (kurz: Leser) ausgesendet werden. Neben der Energie sendet der Leser Befehle an den Prozessor im Tag. Je nach Befehl sendet der Tag die in seinem Speicher abgelegten Informationen an den Leser zurück, oder der Leser sendet neue Informationen zum Abspeichern im Tag-Speicher. Der Leser kann die empfangenen Informationen entweder autonom weiterverarbeiten, oder an eine übergeordnete Datenverarbeitungsanlage senden.

Der große Vorteil der Transponder gegenüber herkömmlichen Identifikationssystemen (wie zum Beispiel Strichcodes) liegt darin, dass die im Chip gespeicherte Information viel umfangreicher ist, und mit dem Leser verändert werden kann. Der Datenaustausch zwischen Tag und Leser ist fehlerfrei, sichergestellt durch die fehlererkennenden Übertragungsprotokolle. Ein weiterer Vorteil ist die Lesbarkeit auch ohne Sichtverbindung zwischen dem Leser und dem Transponder. Die Funktion ist also auch bei starker Verschmutzung des Tages, oder bei Integration des Tages im Produkt oder in der Verpackung, problemlos möglich. Die erreichbaren Lesedistanzen hängen stark von der Konfiguration des Systems ab (Typus des Transponders, Antennengröße des Lesers und Umgebungsbedingungen). Typischerweise gelten für Tag vom Typus Smart-Label Distanzen um 1 Meter. Smart-Label können auch fehlerfrei gelesen werden, wenn sich mehrere davon im Erfassungsbereich des Lesers befinden.

Die Arbeitsfrequenz liegt bei 13.56 MHz. Das Charakteristikum des Smart-Label ist die Dimension. Die zwei wichtigsten Hersteller des Herzstückes der Smart-Label, dem Chip, sind Texas Instruments (Produktname: Tag-it®) und Philips (Produktname: i-Code®). Die frei nutzbare Speicherkapazität ist 256 Bit bzw. 384 Bit. Das Design des Chips ist auf geringe Dicke ausgelegt und die Antenne besteht aus Kupfer- oder Aluminiumfolie, welche auf eine dünne Trägerfolie (häufig PET) auflaminiert ist.

Diese resultierenden sehr dünnen Halbfabrikate (Inlets) sind 300 bis 400 µm dick und eignen sich damit hervorragend zum Einlaminieren zwischen zwei Deckschichten aus Papier oder Kunststoff. Smart-Label sind also Etiketten mit integriertem Transponder. Dank der geringen Dicke können die Smart-Label auch bedruckt werden.

Daten können später beliebig oft verändert, ergänzt, gelesen oder gelöscht werden. So können mehr Informationen als auf konventionellen Kennzeichnungsmedien gespeichert werden. Eine Kombination mit Strichcodes ist möglich. So kann ein Teil der Daten vom Chip auf diese Weise gleichzeitig auch im gedruckten Strichcode auf dem Etikett hinterlegt werden. Dank dem Transponder können mehrere Daten und Informationen (z.B. Artikelbeschreibung, Daten, Nummern, Verpackungsinhalte, Namen oder Bestimmungsorte) gleichzeitig, lageunabhängig, und auch durch eine Umverpackung hindurch, elektronisch erfasst, gelesen, gelöscht, verändert oder gesperrt werden.    

Der Preis für Smart-Label liegt bei ca. 50 Cent/Smart-Label, wobei da schon eine recht große Menge abgenommen werden muss.

Informationsquellen:

http://www.schneider-Etiketten.de
http://www.smart-tec.com
http://www.identcode.ch
http://www.rathgeber-online.de
http://www.gis-net.de/ident/deutsch/informationen.htm
 

 

Das geht unter die Haut 

Brandings, Piercings, Tätowierungen? Schnee von gestern: Jetzt kommt das "Tagging".  

Per Spritze landen winzige RFID-Chips unter der Haut, um künftig Schlösser zu öffnen oder Passworte zu speichern. Erste Enthusiasten testen die in Sachen Datensicherheit bedenkliche Mode bereits.

Sie sind tätowiert, gepierced, gebranded? Damit gehören Sie zwar statistisch einer Minderheit an, je nach Altersgruppe aber einer ziemlich großen: Seinen Körper Haut verbrennend, färbend oder durchlöchernd zu modifizieren liegt seit Jahren im Trend. Martialisch rankende Tatoos sind auf Männerschultern so häufig zu sehen wie Nasenpiercings oder das berüchtigte "Arschgeweih" beim weiblichen Geschlecht. Doch wie das so ist mit solchen modischen Statements: Schick ist sowas nur, solange es nur wenige tun. Wenn es danach geht, darf "Tagging" oder auch "Chipping" wohl den zurzeit höchsten Hipness-Faktor für sich beanspruchen. Weltweit laufen bisher allenfalls einige Dutzend Menschen freiwillig mit funktionierenden RFID-Chips unter der Haut herum. Die kleinen Chips sind Datenträger, deren Informationen man aus einem kleinen Abstand abrufen kann.

Die Technik wird in Deutschland vor allem von der Metro-Gruppe, die so zu einer automatischen Preiserfassung kommen will, sowie vom Innenministerium, das RFID in Pässen, aber auch zur Kontrolle großer Menschenansammlungen (Weltmeisterschaft) einsetzen will, forciert. Datenschützer sehen die Technik mit zwiespältigen Gefühlen: In einer Welt, in der Personalpapiere und Waren mit RFID-Chips ausgerüstet wären, könnte man lückenlose Konsum- und Bewegungsprofile von Menschen erstellen. Denkbar wären darum auch Anwendungen im offenen Strafvollzug.

Amal Graafstra aus Vancouver, Kanada, und Gleichgesinnte liegen solche skeptischen Gedanken fern. Sie sehen in den RFID-Chips eine modisch-hippe Bequemlichkeit, die etwa das Öffnen von Türen oder Einloggen in einen Rechner per "Handwedler" ermöglichen.

Unter die Haut kommen die kleinen Röhrchen, die etwa die Größe dickerer Reiskörner haben, per Spritze. Ihre Lebensdauer wird, da sie selbst keine aktive Stromversorgung benötigen, auf bis zu 100 Jahre geschätzt. Vorzeitige Ausfälle dürften also unwahrscheinlich sein. Wer die Nase voll hat von seinem implantierten Chip, kann diesen jederzeit entfernen lassen.

So billig die Chips selbst (20 bis 80 Cent pro Stück) und ihre Lesegeräte (ab etwa 50 Euro) sind, so teuer war die Entwicklung der zugrunde liegenden Technologie. Am Anfang standen darum Anwendungen in Handel, Datenerfassung und Sicherheitstechnik. Dass RFIDs nun als modische Accessoires genutzt werden, war eigentlich nicht im Sinne der Erfinder.

Beschweren werden die sich allerdings nicht darüber, denn RFIDs sind in der Öffentlichkeit heiß umstritten. Alles, was ihre Akzeptanz erhöht, dürfte der RFID-Lobby lieb sein. Die drängt in den USA zum Beispiel auf eine Nutzung von RFID-Techniken in Krankenhäusern und Gefängnissen. Federführend ist hier die Firma VeriChip, die sich auf die Entwicklung subkutaner ("Unter-Haut") Chips spezialisiert hat. Im Vorstand der Firma sitzt seit Sommer 2005 Tommy Thompson, der nach der ersten Legislaturperiode von George W. Bush aus dem Gesundheitsministerium auf den Vorstandsposten wechselte. VeriChip verewigt Daten zur Person und ihrer jeweiligen "Akte" auf dem Chip.

Im letzten Jahr gelang es dem Unternehmen, eine Zulassung seiner Chip-Produkte im Krankenhauseinsatz zu erlangen. Seitdem wachsen auch in den USA die Bedenken, RFID-Techniken könnten zu einer "chipped Society" beitragen, in der alle Persönlichkeitsdaten automatisiert elektronisch abgreifbar wären. In religiösen Kreisen werden die RFID-Chips, die ja nicht zuletzt für eine "kontaktlose" Zahlungsabwicklung eingesetzt werden sollen, gar als "Zeichen der Bestie" aus der Offenbarung des Johannes diskutiert. In dieser weniger rational begründeten Lesart wäre RFID eine Teufelstechnik. 

 

Proteste gegen „RFID-Schnüffelchips“ 

 

Identifikation 

16.01.12

Redakteur: Robert Weber 

Protest in der Fußgängerzone: Aktivisten des Vereins zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs wollen die RFID-Chips stoppen.  

 

 

Wutbürger in Sachen Datenschutz. Mit einer publikumswirksamen Aktion vor einem Modegeschäft des Unternehmens Gerry Weber in Bielefeld, wies der Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (Foebud e.V.) auf die aus seiner Sicht unsichtbare Gefahr der RFID-Technik hin.

Der westfälische Modekonzern setzt seit einigen Monaten RFID-Chips in seiner Logistikkette ein, um die Effizienz der Prozesse zu erhöhen. Anders sieht das der Foebud: Seit einiger Zeit sind RFID-Schnüffelchips in alle Kleidungsstücke der Firma eingenäht, heißt es auf der Website des Vereins. Der Chip verbirgt sich im Textilpflegeetikett und kann auf eine Entfernung von 8 m per Funk ausgelesen werden, schreiben die Aktivisten.

 

RFID-Chip-Inhalte in einer Sprechblase 

Was zur Optimierung der Logistik gedacht ist, wird zur Gefahr für Kundinnen und Kunden, wenn es in der Kleidung bleibt: Wo immer ein entsprechendes Lesegerät angebracht ist, werden – unbemerkbar – die Daten der Chips ausgelesen und wiedererkannt, behaupten die Vereinsmitglieder.

Das machte der Foebud bei der Aktion deutlich: Die Aktiven lasen mittels eines handelsüblichen Lesegerätes die versteckten Chips in der Kleidung von Gerry-Weber-Kundinnen aus und projizierten die Inhalte für alle lesbar auf eine überdimensionale Sprechblase, schreiben die Mitglieder. Viele Passanten fragten neugierig nach und wurden von den Foebud-Aktiven über RFID in Kleidung aufgeklärt, heißt es weiter.

 

Forderung: RFID-Etiketten entfernen

Eine vorübergehende Passantin mit einer Jacke der Modemarke Peuterey wurde ebenfalls von dem Lesegerät erfasst. Sie war entsetzt, dass ihre vor über einem Jahr gekaufte Jacke mit einem Schnüffelchip verwanzt ist, so die Aktivisten. Bisher hatte sie niemand darüber aufgeklärt. Mit der im Chip vorhandenen Produkt- und Seriennummer ist sie jederzeit von jedem Lesegerät wiedererkennbar.

Der Foebud fordert deshalb erstens, sämtliche Funketiketten an der Kasse oder vor dem Versand physikalisch zu entfernen und zweitens eine entsprechende verpflichtende Gesetzgebung auf EU-Ebene. Der Foebud setzt sich seit 1987 für Bürgerrechte und Datenschutz ein.. 

FoeBuD enttarnt RFID-Schnüffelchips in Kleidung 

In einer publikumswirksamen Aktion 

vor einem Geschäft der Bekleidungskette “Gerry Weber” in Bielefeld lasen Aktivisten die Daten von in der Kleidung eingenähten Funkchips aus. 

Die sogenannten RFID-Chips haben eine Reichweite von bis zu acht Metern und können von allen handelsüblichen Lesegeräten ausgelesen werden. Ihre eindeutige Identifikationsnummer ermöglicht eine Wiedererkennung und somit die Erstellung von Bewegungsprofilen.
  
Der 1987 gegründete “Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs” FoeBuD fordert seit Längerem zur Entfernung der zu Logistikzwecken eingenähten Etiketten beim Kauf von Kleidungsstücken auf und versucht, einheitliche Warnhinweise für mit RFID-Technik markierte Produkte durchzusetzen.

 

"Schnüffelchips" beim Einkauf

Es sind winzig kleine Chips, die die Wirtschaft von immer leichteren Arbeitsabläufen in Supermärkten und Warenhäusern träumen lassen. Die ersten großen Ketten haben die Chips jetzt eingeführt. Kunden soll das zum Beispiel schnelle und individuelle Zusatzinformationen beim Einkauf bringen. Bei Verbraucher- und Datenschützern löst die Radiofrequenz-Technik RFID allerdings Sorgen aus: Im schlimmsten Fall drohe den Menschen eine weitgehende Überwachung.

 

 

Bei der RFID-Technik wird ein Computerchip mit Antenne in ein Etikett oder eine Plastikkarte an der Ware integriert. Auf dem Chip ist in der Regel ein Nummerncode gespeichert. So enthält jeder Gegenstand eine unverwechselbare Identität und kann jederzeit gefunden werden, weil er zum Beispiel im Kaufhaus Signale an einen Empfänger an der Tür, der Kasse oder der Rolltreppe sendet. Zukunftsmusik ist das heute schon nicht mehr.

 

Pilotprojekte bei Kaufhof und Karstadt

Die Warenhauskette Kaufhof hat zum Beispiel Ende September in Essen ein Pilotprojekt zur breiten Einführung der RFID-Technik im Verkauf gestartet. Wenn Kunden ein Stück in die Hand nehmen, sollen auf Monitoren Zusatzinformationen wie zusätzlich verfügbare Größen erscheinen. Zehn Tage vorher hatte Konkurrent Karstadt in einer seiner Jeans-Abteilungen in Düsseldorf mit einem ähnlichen Versuch begonnen. Vorteile seien, dass die Logistik einfacher wird: Langfristig könne zum Beispiel die aufwendige Jahresinventur entfallen. Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten breiter als der Warenverkauf. Bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland waren RFID-Chips in die Tickets integriert, und auch Bundesligavereine versehen ihre Dauerkarten mit den Chips. Praktischen Nutzen können sie in Skipässen und Monats- oder Jahreskarten des Öffentlichen Nahverkehrs haben.

Für einen differenzierten Blick auf die Technik wirbt Patrick von Braunmühl, der Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsfragen beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin: "Wir sehen sowohl Chancen als auch Risiken." Verbraucher könnten zum Beispiel von sinkenden Preisen profitieren, wenn die Unternehmen bei den Abläufen sparen können. Eine zumindest vorläufige Entwarnung gibt auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn: "Die möglichen Risiken für den Verbraucher hängen von der Art der Anwendung ab - Kunden brauchen daher derzeit keine Angst zu haben", sagt Referatsleiter Markus Ullmann.

 

Gegenwehr der Datenschützer

So sei zum Beispiel die Gefahr, dass gegen den Willen eines Verbrauchers Daten ausgelesen werden, durch die technischen Möglichkeiten begrenzt. Dennoch schlafen die Datenschützer nicht. Im Internet werden schon Produkte zum Schutz gegen die sogenannten "Schnüffelchips" angeboten. Der Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (FoeBuD) in Bielefeld hat zum Beispiel eine "RFID-Kartenschutzhülle" - eine Visitenkartenhülle aus Metall - aufgelegt.

Sie soll die elektromagnetischen Strahlen abschirmen und so verhindern, dass etwa Kundenkarten heimlich ausgelesen werden. Ullmann und von Braunmühl halten den Kauf solcher Produkte allerdings für unnötig. FoeBuD selbst räumt ebenfalls ein, dass Bürger derzeit auch ohne die Schutzhülle keine Sorge vor flächendeckender Überwachung haben müssen. Bei entsprechender Verbreitung der Technik könne es aber sein, dass im Laden auf Displays gleich der zum Kunden passende Werbespot eingeblendet wird. Die Datenschützer raten daher, "Respekt vor dieser Technik" zu haben - und sie fordern dazu auf, Läden zu boykottieren, die mit solchen Mitteln "in die Privatsphäre eingreifen wollen".

Quelle: n-tv.de  

 

Spy-Chips RFID

Während RFID-Befürworter behaupten, sie würden RFID niemals dazu benutzen, Menschen zu verfolgen, werden wir beweisen, dass sie nicht nur überlegen, das zu tun, sondern dass sie das schon tun. Die US-Regierung hat schon Menschen mit RFID-Armbändern überwacht – und nicht nur Kriminelle. Und jetzt wird geplant, RFID-Chips in US-Pässe zu pflanzen, damit die Bürger verfolgt werden können, während sie sich im Flughafen bewegen und Ländergrenzen überschreiten. (A.d.Ü.: In Deutschland sind bereits seit November 2005 RFID-Chips in allen neu beantragten Reisepässen enthalten.)

Einfach mal spazieren fahren wird nicht mehr länger dazu dienen, "einmal von allem weg zu kommen", wie viele von uns das gerne mal tun. Wenn Sie zum Beispiel in den USA leben, könnten Sie schon jetzt unter Überwachung stehen, und zwar dank der Transponder für die Autobahnmaut in Ihrem Fahrzeug. Auf manchen Autobahnen, wie denen in der Gegend um Houston, stehen Lesegeräte, die alle paar Kilometer die Informationen des Transponders im Auto auslesen. Aber das ist Kinderkram verglichen mit dem, was geplant ist. Die Federal Highway Administration arbeitet mit einigen US-amerikanischen Bundesstaaten und Autoherstellern zusammen an der Einführung von "intelligenten Fahrzeugen", die dank eingebauter RFID-Geräte überwacht und verfolgt werden können (wie im Film "Minority Report").

RFID-Schnüffelchips in Ihren Schuhen und Autoreifen werden es auch Fremden erlauben, Sie zu verfolgen, während Sie sich im öffentlichen oder privaten Raum bewegen, wobei sie Ihre Gewohnheiten und tiefsten Geheimnisse verraten, die nicht einmal Ihre Mutter wissen dürfte. Kombiniert man RFID-Geräte mit GPS-Technologie, dann könnten Sie überall auf der Welt in Echtzeit buchstäblich festgenagelt werden, indem man auf diese Weise ein grenzenloses Verfolgungssystem errichtet, nach dem sich jetzt schon Strafverfolgungsbehörden, Regierungen, Paparazzi und Voyeure die Finger lecken.

Es wird in der RFID-Welt auch keine geheimen Liebesbriefe mehr geben – nicht, wenn der US Postal Service seinen Willen bekommt. Der möchte nämlich jede Briefmarke mit einem RFID-Chip versehen, der die präzise Ortung eines Briefes ermöglichen würde. Sogar noch beunruhigender ist der Gedanke, dass RFID die Anonymität von Bargeld aufheben könnte. Die Europäische Union erwägt, Euro-Banknoten zu chippen, und auch die Staatsbank von Japan arbeitet an einem ähnlichen Programm für große Geldscheine. Jeder einzelne Ihrer Einkäufe könnte so unter dem Mikroskop liegen.

Das könnte auch Ihr Müll. In der RFID-Welt wird Abfall der beste Freund des Schnüfflers und des Kriminellen. Heute ist es noch eine recht schmutzige Angelegenheit, sich durch Wegwerfwindeln und Essensreste zu wühlen, um damit zu verräterischen Zeugen für den Marktwert, die Gewohnheiten und die Einkäufe eines Haushalts vorzudringen. In der RFID-Welt könnte das Abscannen des Mülltonneninhalts so einfach werden wie eine Fahrt die Straße entlang, am Abfuhrtag, mit einem Auto, in dem ein Lesegerät montiert ist.

Und was ist mit dem "intelligenten Haus"? Forscher haben Prototypen von "Wohnungen der Zukunft" gebaut, um RFID-gestützte Haushaltsgeräte auszustellen, wie z.B. Kühlschränke, die wissen, was in ihnen drin ist (und das den Händlern verraten), Medikamentenschränke, die sprechen können (mit Ihrem Arzt, der Regierung und der Krankenkasse), und Fußböden, die mitverfolgen, wo Sie sich im Moment aufhalten. Das Potenzial ist erschreckend. Ihre Versicherung könnte aus der Ferne Ihre Essgewohnheiten überwachen und Ihre Beiträge entsprechend festsetzen. Gesundheitspersonal könnte die verschreibungspflichtigen Medikamente verfolgen, die Sie einnehmen, und Anwälte könnten die Aufzeichnung Ihrer häuslichen Aktivitäten vor Gericht als Beweismaterial gegen Sie verwenden.

RFID-Netzwerke in der Wohnung werden es Ihren Familienmitgliedern erlauben, Sie während Ihrer "besten Jahre" zu überwachen, oder auch wenn Sie einmal krank sind oder gewisse "wohlmeinende" Familienmitglieder Sie für unzurechnungsfähig halten. Türen können dann verschlossen bleiben, um Sie am Herumlaufen zu hindern, Toiletten überwachen Ihren Stuhlgang und übermitteln die Daten an weit entfernt sitzende Ärzte, und Datenbanken können Ihren Geisteszustand einschätzen. Das ist alles genau jetzt in der Entwicklung und kommt auf Sie zu.

Aber unbelebte Gegenstände zu chippen ist ja erst der Anfang. Der Endpunkt ist eine Art von RFID-Chip, der in das Körpergewebe eingepflanzt werden kann. Haustiere und Nutzvieh werden jetzt schon gechippt, und es gibt Leute, die meinen, dass Menschen als nächstes gechippt werden sollten. Es mag unglaublich klingen, aber es haben schon Kneipen angefangen, ihren Stammgästen in Glaskapseln eingebettete RFID-Chips einzupflanzen, die zum Bezahlen der Zeche benutzt werden können. Diese Anwendung verstört viele Christen, die den Einsatz von RFID als Zahlungsmittel mit biblischen Prophezeiungen über das Zeichen der "Bestie" vergleichen: Eine Zahl, die, wie es in der Offenbarung des Johannes heißt, benötigt wird, um in der "Endzeit" etwas kaufen oder verkaufen zu können.

Während einige dieser Anwendungen noch Zukunftsmusik sind, sind andere schon da, genau jetzt schon – und sie verbreiten sich. Wal-Mart hat seine 100 Top-Zulieferer darauf verpflichtet, RFID-Chips auf Kisten und Paletten anzubringen, die an verschiedene Warenhäuser geliefert werden. Analysten schätzen, dass allein diese Initiative dazu geführt hat, dass nahezu 250 Millionen US-Dollar in diese Technologie investiert wurden (4). Andere Handelsfirmen wie Albertsons, Target und Best Buy sind diesem Beispiel mit eigenen Verpflichtungen dieser Art gefolgt. Nach den Angaben eines Industriebeobachters gibt es zur Zeit rund 60.000 (Zuliefer-)Firmen, die unter so einer RFID-Verpflichtung operieren und sich größte Mühe geben, beim Schnüffelchip-Programm so schnell wie möglich auf Stand zu kommen (5).

Das Verteidigungsministerium der USA gießt weiteres Öl in dieses Feuer, indem es ebenfalls von seinen Zulieferern verlangt, RFID zu benutzen. Genau genommen können die RFID-Fans bei der Regierung kaum noch still sitzen vor lauter Eifer, die Technologie voranzutreiben. Das Department of Homeland Security, also die nach dem "11. September" neu gegründete Abteilung für innere Sicherheit der USA, untersucht die Nutzung von RFID in Pässen, und die US-Sozialversicherung nutzt RFID, um die Akten über die Bürger im Auge zu behalten. Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA), eine Unterabteilung des US-Ernährungsministeriums, möchte sich nicht ausstechen lassen und verlangt, dass alle verschreibungspflichtigen Medikamente mit RFID versehen werden, und die Hersteller von Oxycontin und Viagra haben schon angefangen, sich diesem Gebot zu unterwerfen. Die FDA befürwortet außerdem die Nutzung von unter die Haut gepflanzten RFID-Implantaten für das Management von Patientenakten – dieselben Implantate, die bei den Kneipenstammgästen benutzt werden.

Sie haben sich vielleicht selbst schon einmal einen Schnüffelchip mit nach Hause gebracht. Wenn Sie in den USA leben und einen Maut-Transponder für die Autobahngebühren oder einen "Mobil Speedpass" haben, interagieren Sie jedes Mal mit RFID, wenn sie ihn benutzen. Und wenn Sie zwischen März und Juni 2003 in einem Wal-Mart in der Stadt Broken Arrow im US-Staat Oklahoma einen Lipfinity-Lippenstift von Procter & Gamble gekauft haben, könnten Sie einen scharfgemachten RFID-Chip, der in der Verpackung steckt, in Ihre Wohnung getragen haben – und ohne es zu wissen waren Sie dabei auch noch der Star in einer Video-Produktion!

Procter & Gamble ist nicht der einzige Konzern, der Schnüffelchips an unwissenden Kunden getestet hat. Auch Gillette wurde dabei erwischt, und zwar beim Chippen von Päckchen mit Mach3-Rasierklingen, jedes bestückt mit einem der 500 Millionen (das ist eine halbe Milliarde!) RFID-Chips, die die Firma im Frühjahr 2003 in Auftrag gab. Es gibt außerdem Hinweise darauf, dass auch andere alltägliche Produkte wie Pantene Shampoo, Hundefutter der Marke "Purina Dog Chow" sowie "Huggies" Babytücher mit RFID-Chips versehen und an nichts ahnende Kunden verkauft worden sind.

 

 

Warum nun sollte irgendwer ein Interesse an so enger Überwachung von alltäglichen Gegenständen haben? Die Antwort darauf ist einfach: Industriebetriebe wünschen sich eine Technologie, die es ihnen erlaubt, ihre Produkte jederzeit und überall im Auge zu haben. Diese Informationsgewinnung in Echtzeit würde ihnen die Möglichkeit geben, die Regale immer rechtzeitig aufzufüllen und immer zu wissen, was sie in ihren Lagern haben. Man glaubt auch, dass man damit Diebstahl und Produktfälschungen verhindern kann. Theoretisch könnte die Technologie sogar das Fräulein an der Kasse überflüssig machen, da die Türrahmen des Supermarkts alle Ihre Einkäufe scannen und den Kaufpreis von Ihrem RFID-basierten Konto abbuchen könnten.

Während manche dieser Ziele und Argumente recht einleuchtend klingen mögen, bleibt die Frage offen, was passiert, wenn mit den Waren auch die Schnüffelchips den Laden verlassen. Und damit ihren Weg in andere Bereiche unseres Lebens finden.

Wir haben alle Argumente für RFID gelesen, die die Industrie anführen kann, und wir sind die Ersten, die zugeben, dass diese Technologie viele Dinge vereinfachen könnte. RFID-fähige Kühlschränke könnten wirklich unsere Essensvorräte überwachen, uns wegen abgelaufener Milch vorwarnen und den wöchentlichen Einkaufzettel erstellen. Eine Hightech-Waschmaschine könnte wirklich automatisch die richtige Waschtemperatur einstellen, die sie aus dem Code auf dem RFID-Etikett herauslesen kann. RFID könnte einer Familie wirklich dabei helfen, ein entlaufenes Haustier oder auch gestohlene Dinge wiederzufinden.

Aber wenn wir uns diese Zukunft näher ansehen, sehen wir dort nicht nur eine idyllische Folge der "Waltons" des 21. Jahrhunderts, in dem der Krämer Ike Godsey einfach nur keine Registrierkasse mehr braucht. Die schmutzigen Einzelheiten, die wir entdeckt haben, lassen die mit Schnüffelchips besetzte Zukunft eher aussehen wie die Schlussszene einer Episode von "Outer Limits", die einem den Magen umdreht. Die RFID-Vision, die die Technologiekonzerne uns verkaufen wollen, sieht zu schön aus, um wahr zu sein – und das ist sie auch. 

www.foebud.org  

www.youtube.com/watch?v=mrITx7_tTT0 

 

 

Implantierbare Chips zur Identifizierung 

Florian Rötzer

19.12.2001

In einer abgespeckten Version kommt nun der "Digitale Engel" auf den Markt

Ideen werden viele entwickelt, wie sich die Sicherheit verbessern und die Überwachung vergrößern ließe. Nach dem 11.9. können auch entsprechende Vorschläge besser durchgesetzt werden, und manche Unternehmen, die in der Sicherheitsbranche tätig sind, erwarten sich eine goldene Zukunft. Das trifft auch auf Applied Digital Solution mit ihrem "Digital Angel" zu. Erst einmal hatte man zwar den lange angekündigten implantierbaren GPS-Chip klammheimlich verschwinden lassen und auf Produkte wie Armbanduhren oder Halsbänder für Hunde gesetzt, die Bio- und Lokalisierungsdaten senden (Der Digitale Engel ist da). In der aktuellen Stimmungslage und angesichts der schlechten Geschäfte forciert man jetzt aber doch wieder Chip, den Menschen sich unter die Haut einsetzen lassen können, allerdings noch ohne den GPS-Empfänger und einen Sender.

 

 

Seit September ist die Welt anders, zumindest was die Bereitschaft angeht, Überwachung zu erweitern und sie zu akzeptieren. Als Applied Digital Solution (ADS) einst das Patent für den implantierbaren Chip mit GPS-Empfänger zur Lokalisierung und zur Übermittlung von Biodaten des Trägers erwarb, dachte man sich noch, damit neben Anwendungen im medizinischen Bereich oder für gefährdete Personengruppen vornehmlich eine fälschungssichere Identifizierungsmöglichkeit für den Einkauf als Ersatz von Kreditkarten oder anderen Ausweisen entwickelt zu haben (Die Digitalen Engel kommen). Erst vor kurzem) wurde von dem Unternehmen noch abgestritten, dass man mit den Chips Tests an Menschen durchführen wolle. Die Gerüchte waren allerdings doch richtig.

Noch können solche implantierbaren Chips in Erbsengröße in den USA nicht auf den Markt gebracht werden, da sie medizinisch wie Herzschrittmacher zunächst von der Food and Drug Administration geprüft werden müssen. Dazu sind klinische Tests notwendig. Bei ADS hofft man, die Zulassung bis zur Mitte des nächsten Jahres erhalten zu können. In Südamerika will man aber schon in drei Monaten mit dem Verkauf beginnen, da hier keine Genehmigung erforderlich ist. Hier denkt man womöglich vornehmlich an Menschen, bei denen die Gefahr besteht, dass sie entführt werden könnten. Allerdings hätte ein solcher Chip nur dann Sinn, wenn sich über GPS der Aufenthaltsort des Opfers feststellen ließe. Sollten sich derartige Chips tatsächlich durchsetzen, so darf man dann aber auch annehmen, dass Entführer und Geiselnehmer mit vielleicht nicht angenehmen Mitteln nach ihnen suchen werden.

Erst einmal hat sich nun der Arzt Richard Seelig einen Chip in die Hüfte und einen weiteren in einen Arm eingepflanzt, wie die Los Angeles Times berichtet. Nachdem er bei Rettungsarbeitern und Feuerwehrleuten am WTC gesehen hatte, die sich ihre Namen und Sozialversicherungsnummern auf ihre Arme geschrieben hatten, um bei einem Unfall identifiziert werden zu können, wollte er den Chip testen und ließ ihn sich im September injizieren. Im Augenblick sind auf ihnen nur Seriennummern gespeichert. Zunächst haben sie noch keine interne Energieversorgung und können nur mit einem Scanner abgelesen werden. Zu sehen sei von dem Chip mit einer winzigen Antenne außen an der Haut nichts, spüren würde man ihn auch nicht.

Auch wenn für das Unternehmen der Einsatz des Chips als fälschungssichere Identifizierungsmethode oder als implantiertes Ausweis trotz aller konkurrierenden biometrischen Methoden bestehen bleibt, denkt man zunächst einmal wieder an kranke Menschen, um den "Digitalen Engel" gesellschaftsfähig zu machen. Während man für die mit dem GPS verbundenen Uhren an verwirrte Alzheimer-Patienten oder Kinder gedacht hat, um sie lokalisieren zu können, sollen Menschen mit künstlichen Gliedern oder Organen zu den Pionieren der implantierten Ausweise werden. Bei einem Notfall würde der Chip Informationen wie wichtige medizinische Daten sowie den Namen und Telefonnummern, beispielsweise von den Familienangehörigen oder vom behandelnden Arzt, mitteilen können. Er könnte auch einen Code enthalten, um Informationen von einer Datenbank abrufen zu können. Mit einem Scanner könnten diese Daten bis zu einer Entfernung von einem Meter gelesen werden. Und man fragt sich natürlich bei solchen Vorstellungen auch gleich, wie verhindert werden könnte, dass die Daten von Unbefugten abgelesen werden könnten.

Angeblich hätten sich für diesen Chip bereits Gefängnisbehörden interessiert. Allerdings dürfte eine elektronische Fessel, die man mittels eines chirurgischen Eingriffs dauerhaft implantiert, nicht ohne rechtliche Schwierigkeiten sein. Und ob sich Angestellte in Sicherheitsbereichen wie Flughäfen oder Atomkraftwerken tatsächlich solche Chips unter die Haut setzen lassen, um identifiziert zu werden, darf doch bezweifelt werden. Und eine derartige Überwachung von Kindern, die ADS für die GPS-Chips als weiteren Markt neben den alten Menschen betrachten und die ihr Einverständnis gar nicht geben können, würde zumindest deutlich machen, dass bei aller Terrorhysterie hier eindeutig Sicherheit und Überwachung über Freiheit triumphiert. Die GPS-Chips, die auch physiologische Daten erfassen und versenden können, setzten natürlich eine Energieversorgung voraus. ADS entwickelt im Augenblick Hitzezellen, die Wärme in Energie umsetzen. Bis diese Chips auf den Markt kommen werden, falls dies überhaupt geschieht und man nicht eher bei wearable computing bleibt, bei dem Minicomputer, Sender und Sensoren nur in der Kleidung am Körper mitgeführt werden, dürfte es noch einige Jahre dauern.

Ob die Menschen allerdings langfristig den "Digitalen Engel" als permanent überwachenden "Großen Bruder" empfinden oder sie sich, angefangen bei der Mitführung von Handys zur Dauerpräsenz und Lokalisierung, allmählich daran gewöhnen, in einer vernetzten Welt stets beobachtet zu werden, muss man abwarten. Der "Digitale Engel", der unter die Haut wandert und den Menschen zu einem Knoten im Netz macht, wäre jedenfalls ein Anlass, über die allmählich sich durch die digitalen und vernetzten Technologien verändernden Grenzen zwischen Öffentlichkeit und Privatheit oder Anonymität und Kenntlichkeit nachzudenken.

Ob dies der britische Kybernetikprofessor Kevin Warwick, der sich bereits vor drei Jahren mit großem Medienrummel vorübergehend einen Chip implantieren ließ, auch will oder ob er vor allem die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich lenken will, sei dahin gestellt (Der Forscher als Publicity Stuntman). Er denkt mittlerweile über erart banale Dinge wie den Digitalen Engel von ADS hinaus. Vorgeführt hatte er seiner Zeit, wie über den Chip gesteuert in seinem Institut die Türen aufgingen oder sich das Licht anschaltete, wenn er als berechtigte und identifizierte Person herumspazierte. So ließ sich denn auch stets in diesem intelligenten Haus mit Bewohner erkennen, wo er sich gerade aufhielt. Seit geraumer Zeit kündigte Warwick bereits einen "telepathischen Chip" an, um neuronale Impulse von einem Menschen auf einen anderen zu übertragen (Kommunizieren von einem Nervensystem zum anderen). Da scheint es allerdings noch Schwierigkeiten bei der Kommunikation zu geben. 

www.heise.de›  

 

ES WIRD IMMER PERVERSER/ RFID-Chips im menschlichen Körper

Das IT-Magazin "iX" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe darüber, dass es schon seit Jahren RFID-Chips für Menschen gibt. Die ersten Chips wurden freiwilligen Testpersonen vor etwa 12 Jahren implantiert. Mittlerweile werden die Chips vom US-Unternehmen Positive ID (ehemals VeriChip) hergestellt und vertrieben. 

Was seit vielen Jahren für Tiere gilt, ist schon längerfristig für Menschen möglich. Der zumeist im Oberarm eines Menschen implantierte VeriChip kann den Träger anhand seiner 16-stelligen Nummer eindeutig identifizieren. Damit könnte man seine Wohnungstür öffnen, den PC entsperren oder weitere Informationen wie Diagnosen von chronischen Krankheiten auf dem Chip des Patienten speichern. In den meisten Fällen geschieht das Auslesen kontaktlos, der Chip funktioniert auch über Jahre hinweg ohne Batterie. Im Jahr 2004 ließen sich VIP-Mitglieder einer Diskothek in Barcelona mit dem Chip versehen. 

Die Anwendung bei Menschen ist aber sehr umstritten. Der Chip ist mit bloßem Auge nicht sichtbar, das Auslesen der unverschlüsselten Daten geschieht zudem völlig unbemerkt. Je nach Dichte der Lesegeräte könnte man so jeden einzelnen Schritt der mit dem RFID-Chip versehenen Personen nachvollziehen. Bei Tieren ist es zudem zu einer Häufung von Krebserkrankungen im benachbarten Unterhautfettgewebe gekommen. Nach Angaben des Herstellers des RFID-Transponders könne aber man vom Krankheitsverlauf der Mäuse und Ratten nicht zwingend auf den der Menschen schließen. 

Text-Quellen: derStandard.at en.wikipedia.org Washington Post

http://www.gulli.com/news/17945-rfid-chips-im-menschlichen-koerper-sieht-so-humane-ueberwachung-aus-2012-01-26

 

RFID — gechipte Menschen — Video (englisch) 

This video exposes that electronic domestic terrorism affects all aspects of society. This is a silent rape. This video shows that the terrorist has no conscience and even torture children.

ICAACT: www.icaact.org

The International Center against the Abuse of Covert Technologies is a legislative body created to educate the public, our political leaders, and those in position of power about the abuses that arise from the unethical use of electronic technologies.

We are committed to bringing awareness to all aspects of society about these issues on a global basis. This type of assault on humanity destroys the very essence at what the meaning of being human is. The right to be free, the right to free thinking, and most of all the right to be free from physical assault and torture has to be protected.  

info.kopp-verlag.de/.../neue-weltordnung-implantierbare-rfid-chips 

info.kopp-verlag.de/.../wissenschaftler-machen-sich-fuer-die-einfueh.. 

wissenschaft3000.wordpress.com/.../krebsforschung-ein-riesenbetrug  

http://youtu.be/UkBoJzCJnd4