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Bundeswehr will Gegner mit Lärm abschrecken  

Militärkongress in Ettlingen berät über nicht-tödliche Waffen

Statt mit tödlicher Munition will die Bundeswehr künftig ihre Gegner mit ohrenbetäubendem Lärm außer Gefecht setzen. In ihrem Auftrag hat das Fraunhofer Institut Pfinztal jetzt einen Akustiklaser entwickelt. Bei einem Kongress über nichttödliche Waffen wurde er am Montag vorgestellt.   

 

Pfinztal/Ettlingen Akustische Waffe auf Militärkongress vorgestellt    

Ist Kriegsführung auch ohne Schusswaffen möglich?
 

Mit dieser Frage beschäftigen sich seit heute Experten auf einem Militärkongress in Ettlingen. Dort hat das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) am Montag eine akustische Waffe vorgestellt.    

 Krieg bald ohne Schusswaffe möglich? 
 

Mit einer modernen Auslegung dieses Kriegsrufs will das Militär künftig Gegner abschrecken. Die dafür notwendige Waffe besteht aus etlichen hintereinander montierten Lautsprechern, mit denen Menschen gezielt auf mehrere hundert Meter angesprochen oder mit unangenehmen Geräuschen beschallt werden können. Das ICT in Pfinztal bei Karlsruhe hat am Montag einen Prototypen vorgestellt, den es im Auftrag der Bundeswehr entwickelt hat. 

Akustik-Laser beim US-Militär erfolgreich im Einsatz

In den USA sind bereits solche Akustik-Laser im Einsatz. Offenbar wurden damit gute Erfahrungen gemacht im Kampf gegen Piraten. Der ICT-Abteilungsleiter für energetische Systeme, Wilhelm Eckl, sieht gute Chancen, dass solche Akustikgeneratoren in einigen Jahren zur Ausrüstung der Bundeswehr gehören: "Sie sind effizient, und mit ihnen wird niemand getötet." Die einzige Gefahr sei, dass das Trommelfell in Mitleidenschaft gezogen wird. "Aber die ist heute schon in jeder Diskothek gegeben."  

Akustische Waffe - der Prototyp des Fraunhofer-Instituts 

 Mit Lautstärke sollen gegnerische Soldaten bekämpft werden. Die dafür notwendige Waffe besteht aus mehreren hintereinander montierten Lautsprechern, mit denen Menschen gezielt mit unangenehmen Geräuschen beschallt werden können. Quelle: dpa 

Mit Lautstärke sollen gegnerische Soldaten bekämpft werden. Die dafür notwendige Waffe besteht aus mehreren hintereinander montierten Lautsprechern, mit denen Menschen gezielt mit unangenehmen Geräuschen beschallt werden können. Quelle: dpa

Mit den Friedensmissionen wachse die Suche nach Waffen, durch die niemand zu Schaden komme, sagte Eckl. "Unser Ziel ist, dass nicht geschossen werden muss." In die Rubrik der nicht tödlichen Waffen gehörten auch Gummigeschosse und Tränengas sowie der Einsatz von elektromagnetischen Wellen und Mikrowellen, um Maschinen auszuschalten. "Da sind wir in der Forschung allerdings erst am Anfang."   

 

Rund 140 Experten diskutieren in Ettlingen

An der Konferenz in der Ettlinger Stadthalle nehmen rund 140 Experten aus mehreren Ländern teil. Bei Vorträgen und Workshops geht es um die Entwicklung und den Einsatz sogenannter Non-Lethal-Weapons. Der englische Fachbegriff bezeichnet Waffen, die das Opfer ohne größere Schäden für die Gesundheit vorübergehend außer Gefecht setzen sollen. Beispielsweise mit Elektroschocks, chemischen Substanzen oder Mikrowellenstrahlung. Viele dieser neuartigen Waffen werden bereits von Polizei und Militär verwendet.   

 

Kritiker fordern Ächtung der neuartigen Waffen

Ihr Einsatz wirft rechtliche und ethische Fragen auf, die auch auf der Tagung in Ettlingen erörtert werden. Denn Kritiker befürchten einen Missbrauch nicht-tödlicher Waffensysteme, etwa zu Folterzwecken. Der Verein gegen den Missbrauch psychophysischer Waffen hatte daher mit einem Infostand vor der Stadthalle Ettlingen und auf dem Karlsruher Marktplatz zu Protesten aufgerufen.
 

http://www.swr.de/swr4/bw/regional/-/id=259578/nid=259578/did=8056358/1wryiaj/  


   Pfinztal/Ettlingen   

Frieden schaffen mit Akustik-Waffen  

Auf sie mit Gebrüll. Mit einer modernen Auslegung dieses Kriegsrufs will das Militär künftig Gegner abschrecken. Die dafür notwendige Waffe besteht aus etlichen hintereinander montierten Lautsprechern, mit denen Menschen gezielt auf mehrere hundert Meter angesprochen oder mit unangenehmen Geräuschen beschallt werden können. Das Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal bei Karlsruhe hat am Montag einen Prototypen vorgestellt, den es im Auftrag der Bundeswehr entwickelt hat. Anlass war der Beginn des dreitätigen Symposiums in Ettlingen über nicht tödliche Waffen, das alle zwei Jahre organisiert wird. Dazu werden rund 150 Experten aus 20 Nationen erwartet.  

 

Akustikgenerator in Pfinztal    

Mit Lautstärke soll das Gerät gegnerische Soldaten bekämpfen.  

„Der Sinn der totalen Überwachung ist nicht Terroristen zu fangen, sondern der Sinn ist Zeugen zu identifizieren und zu eliminieren, welche die Verbrechen der Regierungen und ihrer Hintermänner aufdecken und verraten.“

„Freeman“ 

Baut Bundeswehr Übungsstadt zum Niederschlagen 

„Schnöggersburg“ so heißt die neue Stadt, welche die Bundeswehr für ca. 100 Mio. Euro in der Colbitz-Letzlinger-Heide (Sachsen-Anhalt) errichten lässt. Es wird alles aufgebaut, was eine Stadt ausmacht, Häuser, Wohnblöcke, Fabriken, Hochhäuser, ein Stück U-Bahn, ein Autobahnzubringer, Teile eines Flughafens und sogar ein Krankenhaus. 

Das Ziel ist, Einsätze in städtischem Umfeld zu trainieren, da heutzutage Konflikte in erster Linie nicht mehr im freien Feld, sondern in Ortschaften stattfinden. Dazu Jörg Jankowsky vom Wehrbereichskommando Ost in Strausberg: „Künftig können an rund 240 Tagen im Jahr bis zu 1.500 Soldaten pro Übung auf den Ernstfall in Krisengebieten vorbereitet werden.“ Erstaunlich ist jedoch, diese Stadt ist typisch deutsch bzw. europäisch und entspricht nicht dem Bild, das die Soldaten in Afghanistan oder in Mali etc. antreffen. 

Soll hier nicht vielmehr für den „Ernstfall“, das heißt im Fall von Unruhen, in Deutschland und in europäischen Großstädten trainiert werden? Was haben wir zu erwarten? Jedenfalls rufen diverse Friedensbewegungen im Sommer zum Protest vor Ort auf. 

Quellen:

www.jungewelt.de/2013/03-09/051.php

www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/1654804/

bundeswehr-baut-kompletteuebungsstadt.html