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Verbrechen der CIA PDF Drucken E-Mail

Die CIA -Terrororganisation 

www.youtube.com/watch?v=sNuWpuc_0ds 

www.youtube.com/playlist?list=PLFEDAC9E5336B3777

 

Verbrechen der CIA (Doku) Deutsch GERMAN Dokumentation

Diese Dokumentation erklärt wie die CIA seit seiner Gründung 1947 kein "normaler" Geheimdienst ist, sondern eine im Verdeckten operierende staatlich gesponserte Terrororganisation, die den amerikanischen Weltkonzernen und der US-Außenpolitik als Werkzeug dient, um deren Macht und Einfluss weltweit auszubreiten und zu sichern.

Jedes Mittel wird eingesetzt um unliebsame Regierungen zu stürzen, Staatsführer zu ermorden, sowie Kriege anzuzetteln. Jedes Drecksgeschäft wird betrieben, wie Waffen-, Drogen- und Menschenhandel, außerdem entführt sie Menschen und foltert sie in ihren Geheimgefängnissen. Dazu kommt die Kontrolle der Meinungsbildung in der Gesellschaft durch Desinformation mit Hilfe der Medien, in dem sie Journalisten auf ihrer Gehaltsliste beschäftigt und Verlage finanziert.

In diesem Video berichten ehemalige CIA-Agenten über ihre Arbeit und was sie erlebt haben.

 http://www.youtube.com/watch?v=sNuWpuc_0ds&feature=share&list=UUX_hIJhAs-yhPYP5R4MO8kg

 

Die CIA öffnet ihren Giftschrank 

 

 CIA

 

Der US-Geheimdienst hat in den 60er Jahren mit zwei gesuchten Verbrechern des Landes zusammengearbeitet, um Kubas Präsident Fidel Castro zu töten. Freigegebene Dokumente geben auch Aufschluss über andere Attentats-, Entführungs- und Spionageversuche des Dienstes.

von   

Der Giftschrank der CIA von 1959 bis 1973 umfasst 703 Seiten. Es ist ein interner Bericht über illegale Aktivitäten, den der damalige CIA-Direktor James Schlesinger Mitte Mai 1973 anordnete, nachdem der Kongress sich in den Anhörungen zur Watergate-Affäre auch für die CIA zu interessieren begann. CIA-Chef Michael Hayden hat das Dokument gestern 13.00 Washingtoner Zeit freigegeben, freilich in teilweise scharf zensierter Form. Einer der Fälle ist noch heute so brisant, dass er komplett geschwärzt worden ist. Die chronologische Gliederung des Berichts und dessen Vorwort lassen vermuten, dass es sich um eine Aktion von 1959 handelte. Er steht am Beginn des Reports, noch vor dem Mordplan Castro. Der Verfasser des Berichts schreibt im Vorwort, es sei aus gegebenem Anlass sinnvoll, mit dem Jahr 1959 zu beginnen. 

 

CIA

Foto: REUTERS Geheim: Die Dokumente der CIA

 

Details aus dem Giftschrank der CIA

Im Giftschrankbericht bestätigt die CIA: -Ja, sie hat 1961 versucht, Fidel Castro zu ermorden.

-Ja, sie hat 1963 und 1971 etliche US-Journalisten im Büro und privat ausspioniert, die verdächtigt wurden, im Kongress an Geheimpapiere zu kommen. 

-Ja, sie hat der Washingtoner Polizei bei Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg technische Hilfe ("34 Flakwesten, 36 Chemische Keulen sechseinhalb Zoll, sechs Mustang-35 Pistolen") und Trainingshilfe geleistet. Ein Memorandum an den Generalinspekteur der CIA von 1973 enthält zu den Trainern die Angabe: "Von extremer Delikatesse ist es, dass diese Personen an anderen hoch empfindlichen Aktivitäten beteiligt waren, die der CIA schwere Probleme bereiten können". Handschriftlich setzte der Verfasser des Memorandums hinzu: "Ich gehe davon aus, dass Sie wissen, welche der auf S. 4 erwähnten, anderen Aktivitäten' gemeint sind. Wenn nicht, werde ich Sie gern mündlich unterrichten." 

Und weiter, mal klein, mal groß: -Ja, die CIA hat 1968 in Miami während des Parteitags der Republikaner "Ausrüstung getestet". 

-Ja, die CIA hat geholfen, in Miami Telefonate abhören zu lassen, die das Büro für Drogenbekämpfung nach Südamerika tätigte, weil der Verdacht bestand, die Mafia habe es unterwandert. (Dokumente dazu sind massiv geschwärzt.) 

-Die CIA hat auch Telefonate des Studentenbundes SDS belauscht, soweit sie ins Ausland gingen, also etwa zu Rudi Dutschke. 

-Die CIA hat Sonderprojekte mit Titeln wie "Hydra" oder "Sanca" initiiert, die noch heute teils geschwärzt werden und in Schlesingers Bericht Eingang fanden, weil "die Natur der Daten oder die Quelle sensitiv ist". (In einem Fall ging es um "statistische Analyse psychologischer Daten". Der Tarnname des Projekts ist noch heute geschwärzt. In einem anderen Memorandum wird ein "System zur Gesundheit und Verhaltensprognose von VIP" erwähnt, vermutlich Politikern.) 

-Die CIA hat einen Flug Präsident Lyndon Johnsons nach Südostasien bezahlt, weil das State Department das nicht wollte. 

-Die CIA hat Präsident Richard Nixon 33.655 Dollar und 68 Cents überwiesen, um die Portokosten für Antworten auf Nixons Rede zum Einmarsch in Kambodscha 1970 zu decken. Nur für die positiven Reaktionen; negative sollte das State Department beantworten. 

-Und ja, die CIA hat 1965 bis 1967 einen KGB-Überlaufer wie ein Tier in einer Zelle gehalten, mit nichts außer einer Matratze. Es handelte sich um eine "feindliche Befragung", weil man den Überläufer für einen platzierten Agenten hielt. (Er entpuppte sich später als echt und, so der Bericht, "hat heute Verständnis dafür, wie es zu seiner Haft kommen konnte"). 

Die Watergate-Affäre, die den Giftschrankbericht der CIA nötig machte, bestand im Einbruch früherer CIA-Leute in den Wahlkampfstab der Demokraten für die Präsidentschaftswahl 1972 im Appartmentkomplex "Watergate". Präsident Richard Nixon hatte das angeordnet. Die Medien hatten zuvor eine Flut von Geheimpapieren publiziert, vor allem zu Vietnam ("Pentagon-Papiere"). Nixon glaubte, eine Seilschaft von Parteigängern der Demokraten in CIA und Pentagon wolle ihn gezielt unterminieren, und ihre Informationen würden über den Wahlkampfstab an die Presse lanciert. Die Aufdeckung der Rolle des Weißen Hauses beim Einbruch durch die "Washington Post" führte zu Nixons Sturz. 

Der Verdacht, die Opposition arbeite mit der Presse zusammen, war Anlass für zahlreiche weitere Operationen vor allem gegen Washingtoner Journalisten, die als Parteigänger der Demokraten angesehen wurden. Diese Observationen unter den Namen wie "Celotex 1" oder "Butan" werden in dem CIA-Giftbericht aufgezählt. Ein Zielobjekt war der Journalist Brit Hume, damals Rechercheur des linksliberalen "Washington Post"-Kolumnisten Jack Anderson, heute der Chefmoderator des sehr Bush-freundlichen Senders Fox News.

Die Erregung Nixons war innenpolitisch motiviert; Angst davor, dass Geheimes in Moskaus Hände fallen könne, brauchte er gerade bei den in der "New York Times" publizierten "Pentagon-Papieren" zu Vietnam nicht zu haben. Eine auf den Morgenrunden des damaligen CIA-Chefs Richard Helms fußende CIA-Chronik zur Watergate-Affäre verzeichnet unter 9.Juli 1971 zum Fall: "Keine der ... (zensiertes Wort) in den Pentagon-Papieren ist bislang in der New York Times aufgetaucht." Jedoch "besitzt die Sowjetische Botschaft einen kompletten Satz der 47 Bände." 

Die "New York Times" druckte aber auch anderes, so eine Einschätzung zu Moskaus Verhältnis zu Indien. Die Beschreibung der Position des Moskauer Außenministers Gromyko, so steht es in der CIA-Chronik, "stammt aus streng geheimem Abhörmaterial". Dasselbe gelte für einen kurz darauf erschienenen Text zu Moskaus Ambitionen im Jemen. Am 10.November erschien ein Artikel zu Maos Rivalen Lin Biao, dessen Quelle noch heute so geheim ist, dass die Passage in der Chronik 2007 geschwärzt blieb. Später identifizierte die CIA in der "Washington Post" Passagen aus Briefen des jordanischen Königs Hussein an Richard Nixon.

Die "Operation Nachtigall" 

Der CIA-Giftschrankreport gelangte als "Geheim/Nur zur Kenntnisnahme" auf den Tisch des CIA-Chefs Schlesinger, also mit dem Verbot, sich Notizen zu machen. Viele der in dem Report erwähnten Aktivitäten sind seit langem bekannt, so die Mordplanung gegen Castro oder die Überwachung von Journalisten 1963 ("Operation Nachtigall"). Doch ist es etwas Neues, wenn die CIA ihr Tun nun selber im Detail zugibt. 

"Nachtigall" zum Beispiel war eine Telefonabhöraktion, die vom 12.März bis 17.Juni 1963 von der Regierung Kennedy aus demselben Anlass wie der Watergate-Einbruch angeordnet wurde – es gab Lecks "von Top Secret- und Special Intelligence", also Informationen, deren Wissen Codewort-Ermächtigung erforderte. (Nixon war gegenüber Watergate-Kritikern aus den Reihen der Demokraten auch deshalb so halsstarrig, weil er von "Nachtigall" wusste.) 

Der CIA-Direktor, so der Giftbericht, leitete damals die Aktion "in Abstimmung mit dem Justizminister (Mr. Robert Kennedy), dem Minister für Verteidigung (Mr. Robert McNamara) und dem Direktor der Defense Intelligence Agency (Gen. Joseph Carroll)." Die CIA stellte fest, dass die überwachten Journalisten "von 13 Kollegen Informationen bekamen, 12 davon identifiziert; ferner von 12 Senatoren und 6 Abgeordneten, alle identifiziert; 21 Kongress-Mitarbeitern, 11 identifiziert; 16 Beamte, darunter ein Mitglied des Weißen Hauses, Mitarbeiter des Vizepräsidenten, ein Abteilungsleiter im Justizministerium, und weitere gut platzierte Personen." Die Observierten "bekamen mehr geheime oder dienstliche Informationen, als sie verarbeiten konnten, und haben manches an Kollegen weitergereicht. Wir konnten feststellen, dass eine Reihe von ,Lecks', die unter drittem Namen publiziert wurden, in Wahrheit von den Zielpersonen stammten."

Giftpillen sollten Fidel Casto töten 

Der Abschnitt über Castro beginnt: "Im August 1960 trat Herr Richard M. Bissell an Oberst Sheffield Edwards in der Absicht heran, herauszufinden, ob das BfS über Kontakte verfüge, die bei einem delikaten Einsatz mit gangsterartigen Aspekten Hilfe leisten könnten. Zielobjekt war Fidel Castro." Bissell war Chef des Planungsdirektorats. 1948 war er Marshall-Chef in Deutschland, danach mit der Konstruktion des Spionagejets U-2 befasst. Edwards leitete das Büro für Sicherheit, die Gegenspionage. Er war in den 50er Jahren den Anschuldigungen Senator Joseph McCarthys in den Fällen nachgegangen, in denen jener auch CIA-Mitarbeiter als Kommunisten bezeichnete. 

Der Plan war so geheim, fährt der Autor des CIA-Berichts fort, dass man zwar den Chef der Abteilung Westliche Hemisphäre einweihte, dem Kuba unterstand. JMWAVE hingegen, die CIA-Frontabteilung gegen Castro, blieb außen vor. Einige Mitarbeiter der Abteilung Technische Dienste seien beteiligt, "ohne vom Zweck der Operation zu wissen. Robert Maheu, eine geheimermächtigte BfS-Quelle, wurde allgemein ins Bild gesetzt und gebeten festzustellen, ob er als ersten Schritt zum erstrebten Ziel einen Zugang zu Gangster-Elementen finden könne. Maheu gab an, er habe mehrmals einen Johnny Roselli in Las Vegas getroffen. Er kenne ihn nur flüchtig über Klienten, aber ihm sei bedeutet worden, Roselli sei hochrangiges Mitglied des, Syndikats' und kontrolliere alle Eisverkäufer auf dem Strip. Maheu sagte, wenn Roselli tatsächlich Clanmitglied sei, habe er zweifellos Kontakte in die kubanische Kasinoszene." Rosellis Mitwirken war bislang ebenfalls zwar bekannt, aber nicht bestätigt. 

Maheu trat als internationaler Vermögensverwalter auf und war ermächtigt, Roselli 150.000 Dollar anzubieten. Der zögerte sehr und erbot sich dann, kostenlos einen Kontakt zu einem "Sam Gold" herzustellen, im übrigen aber aus dem Spiel zu bleiben. Maheu traf "Sam" und dessen Mitarbeiter "Joe" in Miami. Einige Wochen danach sah Maheu Fotos beider in der "Washington Post". Sie wurden, so der CIA-Bericht, "als Momo Salvatore Giancana und Santos Trafficant identifiziert. Beide gehörten zu den zehn meistgesuchten Männern des Justizministeriums. Ersterer war Al Capones Nachfolger als Chef der Cosa Nostra in Chicago, letzterer der Cosa Nostra-Mann für Kuba. Maheu rief sofort das BfS an." Der Bericht verschweigt, was ihm die Gegenspionage daraufhin sagte. Der Kontakt ging jedenfalls weiter. 

Giancana schlug Giftpillen vor, "und die Technischen Dienste lieferten sechs hochgiftige Pillen". Die erhielt ein Kontaktmann Giancanas, der aber "nach einigen vergeblichen Anläufen kalte Füße bekam". Er reichte die Pillen an einen anderen Giancanero weiter, der ebenfalls erfolglos blieb. Dann machte John F. Kennedys missglückte Invasion in der Schweinebucht im April 1961 weitere Versuche zunichte. Giancanas Kontakt "wurde angewiesen, das Angebot sei zurückgezogen, und die Pillen wurden konfisziert". 

Castro lebt noch heute, die CIA aber hatte nichts als Scherereien. Denn Giancana hatte eine kleine Bitte: Seine Freundin werde in Las Vegas vom Entertainer Dan Rowan umsorgt. "Er bat darum, Rowans Zimmer zu verwanzen, um den Grad der Intimität festzustellen". Der damit betraute Techniker wurde erwischt, plauderte, und die CIA-Quelle Maheu sollte vor Gericht. Die CIA intervenierte bei Justizminister Robert Kennedy. "Auf unsere Bitte wurde die Anklage fallengelassen." 

Mafioso Roselli sorgte ebenfalls für Ärger. Wegen anderer Delikte verhaftet und mit Abschiebung bedroht, ließ er der CIA übermitteln, zu singen, falls man ihm nicht helfe. Die CIA beschloss, ihn zu ignorieren. Die nummerierte CIA-Schilderung des Castro-Falls endet deshalb: 

"22. Daraufhin informierte Roselli oder ein von ihm Beauftragter Jack Anderson über die Operation. Beigefügt sind zwei seiner Kolumnen dazu. 

23. Rosellis letzte bekannte Adresse war das Bundesgefängnis Seattle."