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Verhalten durch Stimulation des Gehirns PDF Drucken E-Mail

 

Dem Schicksal ins Getriebe greifen – Wissenschaftler verändern Vorlieben und Verhalten durch Stimulation des Gehirns

 

Mike Bundrant


Wenn Ihnen bei dem Gedanken, jemand könnte per Knopfdruck Ihre Vorlieben und Entscheidungen im Leben verändern, unbehaglich zumute wird, ist jetzt die Zeit, sich Sorgen zu machen.


Forscher des Massachusetts General Hospital und der Universität Löwen in Belgien haben entdeckt, dass sich durch die Stimulation der Gehirnregion, die als wichtig für Motivation, Belohnung und Lernen gilt, bei Primaten Vorlieben verändern und das Verhalten vorhersagen und kontrollieren lässt. Die Studie wurde am 16. Juni in der Onlineausgabe der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht.

 

Erstmals konnte dabei bestätigt werden, dass eine Stimulation des im Mittelhirn gelegenen ventralen tegmentalen Areals (VTA) Vorlieben und Verhalten verändern kann. In früheren Studien brachten Forscher eine gesteigerte Aktivität im VTA mit positiven Erlebnissen eines Tiers in Verbindung, konnten aber nicht beweisen, dass die Aktivität des VTA Verhaltensveränderungen auslöste.

 

Studien an Nagetieren hatten gezeigt, dass eine Manipulation des VTA das Verhalten veränderte, aber erst mit dieser Studie gelang es, dies auch bei Primaten nachzuweisen.
Für die Untersuchung, wie die Aktivierung des VTA das Verhalten von Primaten beeinflusste, brachten die Forscher Mikroelektroden in der VTA von Makaken an und maßen die Veränderungen mittels eines hoch auflösenden bildgebenden Verfahrens (MRI, magnetic resonance imaging). Den Affen wurden zwei Bilder gezeigt, sie durften frei auswählen, welches von beiden sie anschauten.

Ihre Auswahl wurde durch Beobachtung der Augenbewegung gemessen. Mit einem Saft als Belohnung wurde den Tieren beigebracht, zuerst ein weißes Quadrat in der Mitte und anschließend eines der beiden Bilder zu betrachten.


Nachdem für jedes Tier eine Vorliebe etabliert war, wurde das VTA jedes Mal leicht stimuliert, wenn es das nicht bevorzugte Bild anschaute. In relativ kurzer Zeit veränderte sich die Vorliebe der Tiere, sie schauten das vorher weniger favorisierte Bild häufiger an. Durch erneute Stimulation des VTA konnten die Forscher die Vorliebe noch einmal verändern, dieses Mal zurück zu der zunächst getroffenen Wahl.

 

Bei einer zweiten Versuchsreihe betrachteten die Tiere ein 20-minütiges Video, das beide Bilder in veränderter willkürlicher Reihenfolge für jeweils fünf Sekunden zeigte. Jedes Mal, wenn das nicht bevorzugte Bild erschien, wurde das VTA wieder leicht stimuliert. Als der Test anschließend wiederholt wurde, hatte sich die Vorliebe des Tieres auf das Bild verlagert, das durch die VTA-Stimulation bestärkt worden war.


Während der Stimulation oder der Gabe der Saft-Belohnung aufgezeichnete MRIs zeigten, dass jeweils die Gehirnareale aktiviert wurden, die mit Belohnung aufgrund einer gesteigerten Dopamin-Ausschüttung assoziiert wurden. Tatsächlich war zur Veränderung oder Verstärkung des Verhaltens eine deutlich geringere VTA-Stimulation erforderlich als bei früheren Studien.

Vorlieben, freier Wille und Entscheidung Unabhängig davon, ob Vorlieben auf freien Willen oder genetische Veranlagung zurückzuführen sind, sind die Wissenschaftler jetzt in der Lage, sie durch Stimulation der richtigen Gehirnregionen zu verändern. Mit ein paar Klicks wandeln sich bisherige Vorlieben auf magische Weise.


Wie sich solch eine Technologie in ethisch-moralischer Hinsicht auswirken kann, ist gut vorstellbar. Viele von uns lieben Aktivitäten und Substanzen, die uns schaden. Und manchmal wirkt die Vorliebe für schädliche Dinge selbstzerstörerisch – für viele von uns ein frustrierender Teil des Lebens.


Einstweilen werden wir uns an die altmodische Methode halten müssen, die Nachteile unserer Vorlieben zu überdenken und zu begreifen, wie wir in eine mentale Matrix programmiert wurden, die uns dazu veranlasst, gegen das eigene Interesse zu handeln. Solch eine Erziehung ist selten, aber lohnend zu erhalten!


Der Möglichkeit, die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Kontrolle über menschliche Vorlieben und Entscheidungen auf unethische Weise anzuwenden, sind keine Grenzen gesetzt. Können Sie sich vorstellen, wie machthungrige Obrigkeiten diese Technologie zu ihrem Vorteil einsetzen würden?

 

http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/was-aerzte-ihnen-nicht-erzaehlen/mike-bundrant/dem-schicksal-ins-getriebe-greifen-wissenschaftler-veraendern-vorlieben-und-verhalten-durch-stimul.html

 

 

Das ist längst Realität!!!
 

http://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2014/06/27/gastbeitrag-egon-tech-27-06-2014-2/

 

 

Targeted Individual on The Dr. Phil Show!
 

Last year there was Matt Barasch.  Now there's Nick.  Seems that another targeted individual has found his way onto the Dr. Phil Show. 
Does anyone recognize this person?

The show airs on Tuesday, May 26.  Please check your local listings for showtimes. 
 
 

   

Link to YouTube preview: 

https://www.youtube.com/user/DrPhilShow