Zur Navigation | Zum Inhalt
FVCML0208 10
Dr. Colin Ross PDF Drucken E-Mail

              
Ein Interview mit Dr. Colin Ross, Autor, Kliniker, Gründer des Colin Ross Institut für psychologisches Trauma, zum Thema MindControl.

 

Stephen Marshall: Dr. Ross, wie kam es, dass Sie sich für die wissenschaftliche Erforschung von MindControl zu interessieren begannen? 

Dr. Colin A, Ross

Colin Ross: Ich hatte mich zuvor 13 Jahre lang mit Multipler Persönlichkeitsstörung (MPD) beschäftigt. Ich diagnostizierte den ersten Fall von MPD, als ich noch ein Medizinstudent im Jahre 1979 war. Dann sah ich einen weiteren Fall während meiner Ausbildung zum Psychiater. Und als ich dann begann, meine Praxis auszuüben, kamen zwischen 1985 und 1986 weitere Fälle, und ich wurde langsam ein Experte in Kanada, zuerst regional und dann national. Ich arbeitete in Winnipeg an einer medizinischen Schule. Ich publizierte mein erstes Buch über MPD im Jahr 1989, und als ich dann 1991 nach Dallas zog, hatte ich mittlerweile einige Artikel publiziert und eine Menge Beratungen durchgeführt. Aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrung mit MindControl und auch kein wirkliches Interesse daran, denn ich hatte bis dahin auch gar nichts darüber gehört oder gelesen. Im Frühjahr 1992 begannen mir dann Patienten Geschichten darüber zu erzählen; Geschichten darüber, wie sie in Militärbasen oder in Krankenhäusern oder unter laborähnlichen Bedingungen Experimente an sich hätten erdulden müssen, bei denen EEG-Ausrüstung eingesetzt wurde, verschiedene andere Arten von Gerät, Leute in Laborkitteln, und so weiter. Der Zweck dieser Experimente war es, neue Persönlichkeiten zu erzeugen, letztlich wohl vor allem, um "mandschurische Kandidaten" zu erzeugen. Ich stellte mir natürlich die Frage, ob manches davon wahr sein könnte, oder vieles davon, oder gar nichts davon oder alles. Schließlich entschied ich mich dann, zwei Bereiche als getrennt voneinander anzusehen: Wie man MindControl behandelt, und wie man sie erforscht. Meine Studien zum Thema MindControl haben die Prinzipien, nach denen ich behandle, nicht wirklich verändert; es handelt sich da eher um einen separaten Zweig meiner Untersuchungen und Interessen.

Stephen Marshall: Als Sie dann also Ihre eigenen Untersuchungen und Ihren eigenen Behandlungsansatz vorantrieben, wie fiel dann die Reaktion im Übrigen Feld der wissenschaftlichen Medizin-Forschung darauf aus? Glaubte außer Ihnen noch jemand daran, dass dieses Phänomen überhaupt vorkam? Denn es gab doch irgendwann diese ganze Diskussion über die Frage, ob man es hier mit einem plötzlichen Ausbruch von MPD-Fällen zu tun habe, oder ob es sich um ein Phänomen handelte, das schon immer latent im menschlichen Geist angelegt war ...

Colin Ross: Nun, das ist in der Tat ein Bereich großer Kontroversen, und es gibt natürlich fast im ganzen Bereich der Psychiatrie Leute, die extreme Positionen einnehmen, inklusive zum Thema "Multiple Persönlichkeiten". Manche Leute glauben, dass alles nur eine Modeerscheinung ist, die in den 80ern ausbrach und dass die Krankheit extrem selten und eigentlich nicht-existent ist. Und andere Leute denken, dass es sich um etwas handelt, das man in der ganzen menschlichen Geschichte findet, nur jeweils in anderen Formen.

Nach dieser Ansicht, und es ist übrigens auch diejenige, der ich selber anhänge, handelt es sich nur um eine weitere von verschiedenen Formen von "Besessenheits-Zuständen". Man fühlt sich dabei von verschiedenen Geistern oder Dämonen bewohnt, und es ist eine generelle Eigenschaft des menschlichen Geistes, dass er sich plötzlich so anfangen kann zu benehmen, als ob eine andere Wesenheit in Kontrolle über seinen Körper wäre. Später kehrt man dann zurück und hat möglicherweise überhaupt keine Erinnerung an das, was vorging, oder nur teilweise, oder auch vollständig. Die Menschen haben dieses Verhalten in jeder Kultur gezeigt, durch die ganze menschliche Geschichte hindurch. Und es scheint, dass dieses Phänomen der multiplen Persönlichkeiten die Fähigkeit unterstützt, mit Trauma umzugehen. Es gibt mittlerweile gute Evidenz aus einer wachsenden Anzahl von Studien in verschiedenen Ländern, dass MPD weltweit vorkommt und dass es in einigen Fällen vielleicht überdiagnostiziert wurde; aber meistens wird es bei weitem eher unterdiagnostiziert.

Stephen Marshall: Das erste Buch, über das ich in Berührung mit Ihrer Arbeit kam, war übrigens Blue Bird: The Deliberate Creation of Multiple Personality by Psychiatrists. Ich muss zugeben, dass ich beim ersten Mal, als ich den Titel sah, das war wie, ich meine ... der Titel selbst spricht ja schon Bände über die Natur dieser Arbeit, die Sie da unternommen haben. Die Vorstellung, dass jemand wirklich absichtlich eine multiple Persönlichkeit erzeugen wollte, ist ja allein schon so erschreckend. Könnten Sie da einmal für eine Sekunde darüber reden? Ich meine, wann lief Ihnen zum ersten Mal der Gedanke über den Weg, dass dies überhaupt vorkommen würde, und können Sie ein wenig ausführen oder beschreiben, in welchem medizinischen gedanklichen Zustand man sein muss, um eine solche Art von Arbeit zu beginnen? 

 

Bluebird : Deliberate Creation of Multiple Personality by Psychiatrists; 406 Seiten; ISBN 0970452519


Bluebird : Deliberate Creation of Multiple Personality by Psychiatrists; 406 Seiten; ISBN 0970452519

Colin Ross: In den vier Jahren meiner medizinischen Ausbildung und den vier Jahren meiner Ausbildung zum Psychiater bekam ich quasi keinerlei Instruktionen über Kindes-Missbrauch oder seine Konsequenzen. Absolut keine. Keine Seminare, keine Vorträge, keine Examensfragen, keine Unterlagen, keine Fall-Konferenzen, absolut keinerlei Training irgendwelcher Art. Es war einfach kein Thema. Und das wichtigste Textbuch für Psychiatrie, das in Nordamerika zu dieser Zeit eingesetzt wurde, ist noch immer das Standard-Werk der Psychiatrie. Ich benutzte also eine 1983er Ausgabe, und das ist quasi die Bibel der Nordamerikanischen Psychiatrie und umfasst über 3.000 Seiten. Darin gibt es einen halben Absatz darüber, wie ungewöhnlich selten Inzest in Nordamerika ist, und es gibt einen Hinweis auf eine Studie von 1955, die sagt, dass es nur einmal unter einer Million Familien vorkommt. Das war im Wesentlichen die offizielle Haltung der Psychiatrie: "Inzest ist so unglaublich selten, dass Sie es kaum je erleben werden, deshalb muss man auch nicht darüber reden, und jetzt lassen Sie uns zu anderen, relevanteren Themen übergehen.

Das war 1980 und, was natürlich viel eher zutrifft ist, dass Inzest, sexueller und anderer körperlicher Missbrauch von Kindern in Wirklichkeit sehr häufig ist. Inzest kommt nicht einmal in einer Million vor, sondern eher in einer Familie unter Hundert. Die Psychiatrie irrte sich hier also um einen Faktor von buchstäblich 10.000. Das war eine mächtige Lektion ... dass die Welt-Psychiatrie eine solche Position gegenüber einer Sache einnehmen und behaupten konnte, sie sei nicht-existent, wenn es in Wirklichkeit sehr oft vorkommt. Und das ist auch eine Lektion, die ich selber daraus gelernt habe, damals in der zweiten Hälfte der 80er Jahre. Ich war noch immer nicht interessiert an Kulten, Satanismus, rituellen Opfern und dergleichen. Dann begannen plötzlich Therapeuten in Nordamerika, die mit multiplen Persönlichkeiten arbeiteten, all diese Geschichten zu hören über Verwicklungen in satanische Kulte und Menschenopfer. Aber es gab keinen Kontext oder Hintergrund, kein Training und keine Richtlinien, wie man darüber denken sollte, oder was man tun konnte, also schrieb ich ein Buch darüber, das 1995 veröffentlicht wurde.

Es heißt: Satanic Ritual Abuse: Principles of Treatment. Um dieses Buch schreiben zu können, las ich so ziemlich alles, was es über Missbrauch in satanischen Ritualen zu lesen gab, und sehr viel war das ja nicht. Es beinhaltete investigative Reportagen, alle Arten von verschiedenen Artikeln, Bücher und so weiter. Je mehr Energie ich hineinsteckte und je mehr ich mir ansah, desto mehr bekam ich den Eindruck, einfach nur Schatten hinterher zu jagen. Man konnte einfach nie die konkreten, spezifischen Beweise finden, die bestätigt hätten, dass da irgendwo wirkliche Menschen-Opferungen vonstattengingen. Und es war immer nur so ein Stolpern im Nebel, man versuchte Schatten zu greifen, aber bekam nie irgendeine Realität oder etwas von Substanz in die Finger. Das zeigte mir, dass man von Patienten eine ganze Menge Geschichten hören und dennoch nie irgendetwas davon verifizieren kann – ungefähr die entgegengesetzte Lektion von dem, was ich über Inzest gelernt hatte.

Dann bekam ich aus heiterem Himmel 1992 plötzlich diese Geschichten zu hören, die von etwas handelten, das sich wie militärische Gedanken-Kontrolle anhörte. Und ich versuchte, mir klar zu werden: Wird das jetzt wie beim Inzest sein? Wo es eine Menge davon gab, das man nur aus seinem Versteck herausholen musste, oder wird es eher sein wie bei den Gerüchten über satanischen, rituellen Missbrauch, wo man am Schluss nie einen Beweis für irgendetwas bekommt?

Was ich dann fand war, dass je mehr Bücher ich darüber las (und ich bekam 15.000 Seiten an Dokumenten vom CIA, durch den "Freedom of Information Act"), je mehr ich mir ansah, desto mehr Realität fand ich. Dann begann ich mit einem Prozess, bei dem ich mehr oder weniger alle Quellenhinweise aus einem Buch verfolgte, indem ich in die Bibliothek ging und diese Quellen ausfindig machte, und mir dann wiederum deren Quellen vornahm und auf diese Weise vom einen Quellenhinweis zum nächsten jagte. Ich ging auch durch die medizinischen Journale aus den 50er und 60er Jahren und zog die führenden medizinischen Zeitschriften heraus und sah mir jede Ausgabe davon an, um entweder zu sehen, wer der Autor war oder was das Thema des Artikels war. Ich spürte bestimmten Autoren hinterher, suchte nach Studien über LSD, sensorische Deprivation und so weiter. Ich baute mir im Großen und Ganzen ein riesiges Netzwerk von Fakten und Verbindungen auf, zwischen Ärzten, die Experimente zu MindControl durchgeführt hatten, also meistens Psychiatern, Neuro-Chirurgen und Psychologen. Es war ein riesiges Netz dokumentierter Fakten, und es beinhaltete alle wichtigen medizinischen Schulen, sowie die meisten der leitenden Personen in der Psychiatrie

Stephen Marshall: Soweit ich verstehe, und ich bitte Sie, mich falls nötig zu korrigieren und noch mehr zu dieser Perspektive zu erläutern, besteht die Idee darin, dass eine multiple Persönlichkeit den Schutz des Verstandes darstellt gegenüber Ereignissen oder Erinnerungen, die sehr traumatisch sind. Es handelt sich also um einen Überlebensmechanismus, in dem der Verstand, oder das Gehirn, eine bioelektrische Barriere errichtet, um sich selbst vor der Erinnerung an das Trauma zu schützen. Ist das die korrekte Art, darüber nachzudenken, und könnten Sie uns eine wenig mehr erklären, wie das passiert, denn es klingt ja faszinierend?

Colin Ross: Wie bei allem im menschlichen Geist und Gehirn, ist die Menge von dem, was wir verstehen, etwa 0,00-irgendwas Prozent von allem, was da eigentlich zu verstehen wäre. Und grundsätzlich würde ich sagen, dass es für alles, was im Verstand vor sich geht, irgendeine Entsprechung im elektromagnetischen Feld des Gehirns gibt. Das ist irgendwie offensichtlich. Das muss einfach so sein. Wenn wir es also mit Amnesie zu tun haben, dann muss es auch irgendein elektromagnetisches Korrelat dazu geben. Was das genau ist, weiß ich nicht, aber ich habe gesehen, wie EEGs mit Leuten gemacht wurden, die zuerst in ihrer Haupt-Persönlichkeit waren und dann in die Persönlichkeit eines Heranwachsenden wechselten, dann wechselten sie zur Persönlichkeit eines Kindes, dann wechselten sie zu einem Heranwachsenden mit anderen Persönlichkeitsmerkmalen. Und die EEG-Ausdrucke waren dann jedes Mal ungeheuer anders; man sieht auf den ersten Blick, wie dramatisch anders das ist.

Das ist ein Feld der Forschung, das eine Menge Konsolidierung und weitere Dokumentation benötigt. Aber ich würde sagen, dass mit der Evidenz, die wir bisher haben, es schon ziemlich sicher feststeht, dass wenn Leute mit multiplen Persönlichkeiten von einer Persönlichkeit zur anderen wechseln, dass da auch ein Wechsel im elektromagnetischen Feld im Gehirn stattfindet, den beispielsweise ein Schauspieler nicht zeigen würde. Klar, wenn man sich Hollywood-Filme ansieht, dann stellt man fest, dass gewisse Schauspieler ihren Job wirklich gut machen, indem sie Bilder verschiedener Persönlichkeiten zeigen, die sehr real wirken. Aber wenn man mit diesen Leuten dann ein EEG macht, dann verändert sich das nicht so stark wie mit einem realen Patienten. Es gibt ein paar Untersuchungen darüber, und eine Menge mehr wären nötig ... aber ich denke, wir haben genug Evidenz um mit ziemlicher Sicherheit zu schlussfolgern, dass dem so ist. Da gibt es etwas daran, das intern real ist, obwohl es nicht buchstäblich "real" ist.

So etwas kommt beispielsweise im Fall von auditorischen Halluzinationen vor – wenn man Stimmen hört – egal ob es sich dabei um Schizophrenie oder Multiple Persönlichkeiten handelt. Alle diese Scanning-Untersuchungen, die jetzt mit Leuten gemacht worden sind, die Stimmen hören, es ist klar, dass das Gehirn sich dabei so verhält, wie wenn es tatsächlich eine Stimme hört. Das ist also keine Phantasie.

In der Wirklichkeit des Gehirns wird diese Stimme "gehört". Es ist also gleichzeitig eine Halluzination, und es ist so real wie die Stimme einer realen Person, in Bezug auf die Gehirnaktivität. Wir müssen also von dieser Frage weg, die lautet: "Ist es real oder nicht real?

Ich habe einen Begriff, den ich "die zentralen Paradoxien der multiplen Persönlichkeitsstörung nenne, die mittlerweile auch "Dissoziative Indentitätsstörung genannt wird. Das zentrale Paradox ist, dass es dass es zur gleichen Zeit wahr und unwahr ist. Man darf sich da nicht dran aufhängen, dass etwas nicht möglich ist, weil es nicht wahr sein kann, denn es ist natürlich nicht buchstäblich real. Natürlich rennen da keine kleinen Männchen im Gehirn von jemandem herum, aber intern subjektiv ist es sehr real.                                                

Stephen Marshall: Dann lassen Sie uns jetzt bitte über Blue Bird und die dazugehörige Forschung reden, da steht so viel drin in diesem Buch ... die Leute müssen es einfach jeder für sich selbst lesen. Zuerst einmal: Wie war das, als Sie zum ersten Mal, ich meine, aus ärztlicher Sicht, als Ihnen das zum ersten Mal begegnet ist? Was war Ihre Reaktion auf die Idee, dass es da tatsächlich Leute gab, die absichtlich versuchten, multiple Persönlichkeiten zu erzeugen? Und beschreiben Sie dann bitte ein paar der tatsächlichen Experimente und der Methodologie, die benutzt wurde, um diese Arten von medizinischen und psychologischen Zuständen hervorzurufen.

Colin Ross: Ich wurde in gewisser Art darauf vorbereitet, als ich mich mit dem Phänomen satanischer Kulte befasste, denn ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits drei oder vier Jahre meines Berufslebens damit verbracht, mich zu fragen: "Könnte das wahr sein, könnte irgendetwas davon wahr sein? Wie ist das nur möglich? Denn die Leute, die ihre Kult-Erfahrungen beschrieben, beschrieben darin andere Mitglieder, die absichtlich versuchten, Persönlichkeiten zu erzeugen. Ich war also davon schon in den Bann gezogen worden und hatte darüber im Kontext von satanischen Kulten ein paar Jahre lang nachgedacht und darüber gegrübelt, bevor das Thema Mind-Control hochkam. Ich hatte auf jeden Fall eine Menge Erfahrung mit dokumentierten Fällen ziemlich schlimmen sexuellen Missbrauchs durch sehr gestörte Ärzte, Psychiater und Therapeuten. Daher erstaunte es mich nicht wirklich, dass Doktoren und Therapeuten zu noch extremeren Dingen fähig waren, als in den Fällen, über die ich bereits gehört hatte. Ich stellte es auch in den Kontext von Nazi-Deutschland und anderen menschlichen Grausamkeiten durch die Jahrhunderte. Die Verrücktheit und Destruktivität der Dinge, die ich herausfand, wenn man sie in den Kontext von Nazi-Deutschland, Kriegen, häuslicher Gewalt, physischem und sexuellem Missbrauch stellt, sind nicht so weit außerhalb des Bereichs einer Menge Dinge, die im Lauf der Geschichte schon passiert sind. Das half mir, meinen Unglaubens-Faktor aufzugeben.

Aber das intellektuell erstaunlichste an der Sache war ... je mehr ich mich damit befasste, desto mehr Verbindungen fand ich. Hier ist der eine Doktor, und ich lese seinen Artikel, und dann ist da der Co-Autor, den ich über eine andere Spur aufgefunden habe. Dann fand ich, dass die beiden Doktoren ja zusammen waren, und dann, dass der zweite Doktor an der gleichen Universität wie der erste Doktor gewesen war. Und so bildeten sich diese ganzen Verbindungen heraus, und ich sah, dass es sich nicht nur um ein paar wissenschaftliche Einzelgänger oder verrückter Wissenschaftler in irgendeinem Keller handelte oder um ein paar deviante Leute hier und da. Es war ein ganzes Netzwerk von miteinander verbundenen Akademikern, die meisten von ihnen Herausgeber von führenden Journalen, Vorsitzende der Abteilungen der Psychiatrie in Yale, Harvard und der UCLA und Leute, die Präsidenten der American Psychiatry Association, die lebenslange Zuwendungen von der American Psychiatry Association bezogen. Die Großväter der Psychiatrie waren alle dabei involviert, sie wussten alles darüber, einige hatten Zugangsberechtigungen zu top-geheimen Levels. Aber es handelte sich um etwas, was in der Profession bekannt war, es war generell bekannt, und dennoch verlor man kein Wort darüber. Es ist wie mit dem sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche. Wie man jetzt heute herausfindet, wussten alles diese Führungspersönlichkeiten in der katholischen Kirche sehr wohl Bescheid, dass dieser Missbrauch von statten ging, aber erwähnten sie es etwa jemals, redeten sie darüber oder taten sie etwas deswegen, nein. Dasselbe gilt für MindControl-Experimente, die eine wilde Verletzung der Genfer Konvention darstellen und aller ethischen Grundsätze. In höchstem Maße schädigend, kein informierter Konsensus und keine Nachfolge-Untersuchungen, es war einfach business as usual innerhalb der Psychiatrie.

Stephen Marshall: Könnten Sie ein paar Beispiele von Experimenten beschreiben, die zur Erzeugung multipler Persönlichkeiten eingesetzt wurden, vielleicht einige der erfolgreicheren oder extremeren?

Colin Ross: Nun, Teil des Problems ist, dass wenn es um die raffinierteren Experimente mit mandschurischen Kandidaten geht, sie immer nur recht vage beschrieben sind. Das ganze Ding ist eine Hierarchie in Pyramidenform. Dabei steht die Erzeugung von mandschurischen Kandidaten ganz oben an der Spitze, und auf den unteren Ebenen der Pyramide gibt es alle Arten von Untersuchungen aller möglichen Dinge, die alle Teile des Puzzlespiels darüber darstellen, wie man einen mandschurischen Kandidaten erschafft, bei dem es sich um eine künstlich geschaffene, multiple Persönlichkeit handelt, den man in verschiedenen Missionen und Operationen einsetzen kann. Man findet also beispielsweise eine Person, die am Einsatz von LSD bei einer Befragung arbeitet, eine andere Person, die sich mit Hypnose befasst, und eine weitere Person, die über sensorische Deprivation forscht. Einige dieser Leute sind einfach gewöhnliche Akademiker, die mit Fördermitteln arbeiteten und dann eine spezielle Top-Secret-Befugnis bekamen und jetzt wissen, dass es sich um Experimente handelt, die entweder mit der CIA oder dem Militär verbunden sind. Die Leute auf der nächsthöheren Ebene nehmen dann ein paar dieser Puzzlesteinchen wieder auf und setzen sie im nächsten Experiment wieder zusammen.

Ein Beispiel dieser Ebene wäre ein Mann namens Amadeo Maratzi, der für eine bestimmte Zeit bei Edgeware Arsenal in Maryland gearbeitet hatte. Das ist ein großes Zentrum der Waffen-Entwicklung für biologische, chemische und psychologische Kriegsführung. Später war er an der Universität von Minnesota, wo er eine Förderung für ein Projekt vom Airforce-Büro für wissenschaftliche Forschung erhielt, was auch in der medizinischen Literatur erwähnt ist. Sie können einfach in die Bibliothek irgendeiner medizinischen Schule gehen und sie fotokopieren; das Papier enthält den Verweis darauf, dass die Untersuchung vom Air Force Office of Scientific Research gefördert wurde. Was er im Wesentlichen tat, war folgendes: Er nahm Personen und setzte sie in einen Ames Blattraum. Ein Ames Blattraum ist ein Raum, der ursprünglich von einem Typ namens Ames gebaut wurde, der Fördermittel vom Office of Naval Research erhielt. Im Wesentlichen ist es ein Würfel 8 auf 10, der an einem Ende offen ist. Die Person sitzt in dieser Schachtel, so dass sie nicht nach draußen sehen kann, und alles was sie sieht, sind die Wände, und die sind alle mit Blättern versehen, Blättern die überall an die Wände geklebt sind. Die Person trägt eine Brille mit speziellen Linsen, die man Nisaconic Linsen nennt, die auch von Ames und anderen darin verwickelten Untersuchern entwickelt wurden. Was diese Linsen machen ist, dass sie alle Winkel verzerren. An einer Seite des Raums sind die Blätter alle groß und ragen hervor, auf der anderen Seite des Raums scheinen sie flach und klein. Der Boden steigt in einem verrückten Winkel an, und der Winkel der Wände passt nicht mit den Winkeln des Fußbodens zusammen und so weiter. Was man dann macht ist, dass man ein Bild von der Person von hinten sieht, und sie haben zwei kleine Knöpfe, an denen sie drehen können, mit denen sie einen weißen Balken an der entfernten Seite des Blattraums justieren. Die Person soll den Balken so justieren, dass er ihr waagerecht erscheint, aber in Wirklichkeit ist er in einem ziemlichen Winkel geneigt.

Der Mann sitzt also in dem Ames Blattraum und trägt nisaconische Linsen, und er ist auf LSD. Das LSD wurde von der Air Force geliefert. Der Zweck davon hat zwei Aspekte: Der eine ist – ich meine, es ist unglaublich, dass man dies überhaupt jemals gemacht hat, aber das steht da einfach im Regal der Bibliothek in der medizinischen Abteilung. Auf einer Seite ist es clever und es ist ein Teil der Bemühung, herauszufinden, wie man LSD bei Verhören einsetzen könnte, bei MindControl und bei der Gehirnwäsche. Dann auf der anderen Seite ist es ziemlich dumm, denn die letztendliche Schlussfolgerung daraus war, dass wenn man in einem Ames Blattraum sitzt und nisaconische Linsen trägt und stoned ist durch LSD, dass man dann nicht geradeaus gucken kann. Ich meine, auf die eine Weise ist es ist alles kolossal dumm, aber dies alles sind die Teile eines Puzzlespiels, wenn man zur tatsächlichen Erzeugung eines mandschurischen Kandidaten vordringt, den man in Operationen einsetzen kann. Alle diese Elemente werden eingesetzt, aber die exakte Formel ist im Wesentlichen immer noch unter Verschluss.

Aber es ist wirklich auch eine Sache der der richtigen Auswahl der Personen. Sie müssen gute hypnotische Suggestibiltät aufweisen, hochgradig dissoziativ, stark trance-veranlagt, und vielleicht mit einer Vorgeschichte von Trauma. Man geht also durch eine Art von Auswahlprozedur, um Leute zu kriegen, die für Experimente mit MindControl geeignet sind. Dann ist es außerdem eine Kombination von "good cop/bad cop – Techniken, die man an ihnen anwendet. Und man muss Kontrolle über ihren Lebensraum haben, so dass sie sich entweder in einer militärischen Einrichtung befinden, in einem Gefängnis, in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in irgendeiner Form von Lager ... so dass man wirklich eine solide Kontrolle darüber hat, mit wem sie sprechen, wen sie kennen und was sie tun. Dann eine Menge Hypnose, sensorische Deprivation und Isolation, einige Formen von Drogen, welche üblicherweise entweder Halluzinogene sein sollten, Amphetamine oder Barbiturate, etc. Dann erzeugt man im Wesentlichen eine neue Identität, was eigentlich gar nicht so schwer ist bei einem guten hypnotischen Subjekt. Man erzeugt eine Amnesie-Barriere zwischen dem Haupt-Teil der Person und der verborgenen Identität. Dann legt man Zugangs-Codes an, die entweder aus verbalen Signalen bestehen, oder aus Tönen übers Telefon, Handgesten, oder grundsätzlich jede Art von Signal. Dies alles ist in diesen Dokumenten sehr klar und in genauem Detail beschrieben. Was man dann macht ist, sagen wir, die Person ist in der Navy, und man will ihn als hypnotischen Kurier einsetzen. Man bringt ihn ins Büro und man gibt ihm irgendeine Art von Deck-Auftrag, zum Beispiel, dass er irgendwelche nicht geheimen Dokumente vom Punkt A zum Punkt B transportieren soll. Dann sagt man zu ihm "es ist Vollmond, was den vorprogrammierten hypnotischen Auslöser darstellt, der ihn in die programmierte Persönlichkeit umschaltet. So, und dann gibt man der programmierten Persönlichkeit die geheime Information.

Stephen Marshall: Verbal?

Colin Ross: Ja, verbal, oder man könnte ihm auch Dokumente zum Tragen übergeben, aber üblicherweise gibt man ihm die Informationen verbal. Dann schaltet man die Persönlichkeiten wieder um, indem man einen anderen Code verwendet und die Person in ihr reguläres Selbst zurückbringt. Über all die Informationen hat er jetzt Amnesie. Er geht zum Punkt B und jemand auf der Empfängerseite sagt "es ist Vollmond". Er schaltet um in seine mandschurische Kandidaten-Persönlichkeit, übergibt die Nachricht oder Information, und dann dreht man das Ganze wieder um. Und diese Art von Leuten kann man für Kurier-Dienste einsetzen, für Aufträge der Infiltration oder des Eindringens oder für Attentate.

Stephen Marshall: Das klingt wie das Drehbuch zu einem Film. Handelt es sich hier um etwas, das jemals wirklich gemacht wurde, oder ist das eine Hypothese? Ist je irgendeine Evidenz aufgetaucht, wo solche Leute tatsächlich ...                  

Colin Ross: Die Evidenz besteht aus verschiedenen Dingen. Der eine, zwar nicht eindeutige, aber interessante Beweis ist der Film "The Manchurian Candidate", der 1959 erschien. Die grundsätzliche Handlung besteht darin, dass eine Gruppe amerikanischer GIs in Korea ist, wo sie von kommunistischen chinesischen Doktoren gefangen genommen, verhört und gehirngewaschen werden. Sie kommen zurück in die USA und haben keinerlei Erinnerung an die Zeit in der Mandschurei. Und einer von ihnen ist darauf programmiert, den Präsidentschafts-Anwärter zu ermorden. Es gibt Leute im Land, die ihn kontrollieren; Angela Lansbury spielt eine dieser Aufpasserinnen.

Es gibt ein Signal in Form einer Spielkarte, das ihn in seine amnestische Attentäter-Persönlichkeit umschaltet. Das ist also Teil der Filmhandlung aus einem Hollywood-Film. Aber eines der CIA-Dokumente, die ich durch den Freedom of Information Act erhielt, ist ein Memorandum aus den frühen fünfziger Jahren. Es sagt explizit, dass es da ein Problem mit einer Gruppe von US-GIs gäbe, die möglicherweise einer Behandlung in MindControl unterworfen wurden, als sie sich durch eine Zone der Mandschurei bewegten, und sie hatten einen Gedächtnisverlust über die Zeit, die sie in der Mandschurei verbracht hatten.

Ein solches Szenario, beinahe wie in dem Film-Skript, existiert also in einem CIA-Dokument aus den fünf/sechs Jahren, bevor der Film herauskam. Die grundlegende Linie der Beweisführung sind die CIA-Dokumente an sich und die Veröffentlichungen eines Mannes namens G.H. Estabrooks. Er beschreibt anfänglich, in einem Lehrbuch von 1943 und dann noch viel später im Jahr 1971 in einem Artikel, dass er ein Vertragspartner im zweiten Weltkrieg gewesen sei, der diese Mandschurischen Kandidaten für das US Militär erzeugt habe. So, dann stellt sich die Frage: Gibt er nur an, erzählt er da Quatsch oder ist das real?

Ich entschließe mich also wieder einmal, es zu untersuchen, und mein Recherche-Assistent ging dann tatsächlich zu seinem College, wo sein Archiv-Material in vier Kisten in der Bibliothek aufbewahrt wurde. Er sah sich die Dokumente an und photokopierte eine ganze Menge Zeug und brachte es zurück, und ich sah es durch. Ich habe die Dokumentation der Korrespondenz zwischen ihm und J. Edgar Hoover, über die Jahre zwischen 1930 bis in die 60er hinein. Sein Vertrag mit der Kriegs-Abteilung im zweiten Weltkrieg, Korrespondenz mit zahlreichen anderen MindControl-Doktoren, die Top-Secret-Befugnisse hatten, Seminare, die er an einer Anzahl von militärischen Einrichtungen hielt, Kontakte mit anderen Mitgliedern des FBI, und Kontakte mit hochrangigen Mitgliedern der kanadischen und britischen Geheimdienste. Da gibt es also einen ganzen Fundus von Dokumentation, dass er wirklich das tat, wovon er sprach. Soweit es mich betrifft, handelt es sich hier einfach um eine Tatsache, die weit außerhalb des Bereichs persönlicher Theorien liegt oder Gerüchten oder dass jemand sagt, er habe dieses und jenes gehört. Es ist einfach eine Tatsache.

Stephen Marshall: Absolut. Lassen Sie mich noch Folgendes fragen: Nachdem man Ihr Buch gelesen hat und das ganze Material online, dann kommt man an einem Punkt an, der eine gewisse Schlussfolgerung über die Natur dieser Untersuchungen darstellt. An irgendeinem Punkt muss das ein größeres Anliegen werden ... an irgendeinem Punkt ist es beinahe eine Frage von ... nicht nationale Sicherheit sondern nationales Interesse. Würden Sie sagen, dass das grundsätzlich zutrifft? Dass sich ab einem bestimmten Punkt der Gedanke an eine Art von ... übergeordneter Agenda auf einem bestimmten Niveau aufdrängt, die sich dann durch verschiedene voneinander abgeteilte medizinische Fraktionen ausdrückt, damit dies überhaupt durchgeführt werden konnte? Glauben Sie, dass es da ein übergeordnetes Gehirn gab, ich meine, wer suchte letztlich hinter all dem nach einer Technologie, mit der man irgendwie den menschlichen Verstand kontrollieren könnte?

Colin Ross: Das wiederum ist keine Verschwörungs-Theorie; es ist einfach nur eine Tatsache. Woher wir das wissen, sind all diese freigegebenen Materialien. Die MindControl-Programme, die von der CIA im April 1950 gestartet wurden, die dokumentierten Programme ... der Korea-Krieg begann erst im Juni 1950. Da gab es also offensive und defensive Experimente mit MindControl, die schon etabliert waren, bevor der Korea-Krieg ausbrach. Eines der Dinge, die man immer wieder hört, ist, dass es sich nur um eine Reaktion auf die Verhöre an US-Piloten im Korea-Krieg gehandelt habe. Wenn Sie sich MK-Ultra, MK-Search, Artischocke, Bluebird ansehen, und eine ganze Serie dieser Projekte, dann sprechen wir über Millionen von Dollar im zweistelligen Bereich, und das ist nur die CIA. Dann gibt es aber auch Zweige de Militärs, die ihrerseits solche MindControl Programme laufen ließen. Zum Beispiel präsentierte das General Council for the US Army im Jahr 1975 bei einer Senats-Anhörung eine Liste von 130 verschiedenen Drogen, die allein in Mind-Control-Experimenten der Army getestet worden waren. Das ist ein großes, großes, großes Geschäft. Nun ja, nicht groß im Vergleich zum Budget für Flugzeuge, aber es liegt entweder im zweistelligen oder in den dreistelligen Millionen-Dollar-Bereich. Ich würde sagen, dass es sich beinahe sicher um ein Budget von Hunderten von Millionen Dollar handelt, und wahrscheinlich sogar um über eine Milliarde, vom zweiten Weltkrieg bis heute. Das ist die Art von Skala, über die wir hier reden. Und das bedeutet eine Menge Bürokratie, eine Menge an hochrangigen Führungskräften involviert, eine Menge an Positions-Papieren und eine Menge von Infrastruktur. Das ist nicht nur ein kleines, unbedeutendes Seiten-Programm.

Stephen Marshall: Wir haben schon über das Thema des mandschurischen Kandidaten gesprochen und die Frage, warum man überhaupt das Risiko eingehen sollte. Warum setzt man nicht auf bessere Wege, um Leuten Botschaften zuzuspielen, zum Beispiel Codes? Warum wählten sie Leute, die wirklich herumliefen und das Zeug überbrachten? Einer der Gedanken, die ich hatte war, "na ja, es ist halt eine interessante Sache, damit zu experimentieren. Meine wirkliche Frage ist: Glauben Sie, dass heutzutage 30, 40, 50 Jahre später, nachdem wir von all diesen Operationen wissen, haben Sie das Gefühl, dass MindControl aufgehört hat zu existieren? Ist das wahr, oder hat man es am Laufen gehalten?

Colin Ross: Es ist höchst zweifelhaft, dass man aufgehört hat. Was da in Ihrer Frage noch implizit drinsteckte, war ... dass ich denke, dass einer der Gründe, warum man die Dinge am Laufen hielt, einfach war, dass die Ärzte einfach darauf abgefahren sind, und dachten, es wäre interessant, und sie wollten halt damit herumprobieren. Das Militär schaut sich so gut wie alles an, das irgendwie verheißungsvoll wirkt, denn wer weiß, was in 20, 30, 40 Jahren dabei herauskommen wird. Da gab es also vor 40 Jahren jemanden, der verrückte Experimente mit irgendeiner Art von Anzug machte, der zu irgendeinem Zweck Drähte eingearbeitet hatte, und jetzt haben wir eine Art Stealth-Uniform, die gerade herauskommt. So, und das gleiche galt auch für MindControl. Man muss darin investieren und sich damit befassen, denn man weiß ja nie genau, was kommen wird.

Ein anderer Grund dafür, es seit damals bis in die Gegenwart am Laufen zu halten, ist der Aspekt der Gegenspionage. Das heißt, da mind-kontrollierte, operative Einheiten vom Gegner die ganze Zeit über eingesetzt werden, muss man ja imstande sein, sozusagen ein Reverse Engineering zu betreiben, das also nachzubauen. Man muss also wissen, wie man sie verhören muss, wie man den Geheimcode knackt, wie man ihre Barrieren durchbricht und herauskriegt, wie sie konstruiert wurden. Man muss nach Maulwürfen suchen, nach regulären Spionen, nach Schläfern. Aber dann muss man außerdem auch nach Maulwürfen, nach regulären Spionen und Schläfern suchen, die mind-kontrolliert sind, und nicht einmal wissen, dass ihnen eine Mission eingepflanzt wurde. Das würde heutzutage Al-Quaeda-Schläfer in den USA mit einbeziehen. Ich glaube, um wirklich auf dem Laufenden zu bleiben bei der Kontrolle von Terrorismus, können wir es uns gar nicht leisten, ignorant zu bleiben über das Thema MindControl. Es ist klar, dass bei allen diesen Selbstmord-Bombern und so weiter verschiedene Levels und Grade von MindControl herrschen. Ich würde sagen, ich kenne das zwar nicht als Tatsache, aber das ist, was ich annehme, was der Fall sein muss; es muss einfach wahr sein, dass es heute überall in der Welt Schläfer gibt, und nicht nur normale Leute, die wissen, was sie tun.

Der Grund, warum ich nicht glaube, dass das alles verschwunden ist, sind Programme wie Stargate, die psychische Spionage-Programme waren, wo Leute im Wesentlichen astrale Projektionen machten um Ziele zu sichten und um Informationen zu sammeln. Diese Programme liefen zumindest bis 1984, das ist jetzt freigegeben und anerkannt. Und entweder nicht-tödliche Waffen-Experimente, welche eine große Mind-Control-Komponente darstellten, da gibt es Artikel in den U.S. News und im World Report über diese Art von Technologie und von hochangesehenen Quellen im Internet bis hin zur Gegenwart. Es gibt alle möglichen Arten von Energie-Strahlen, mit denen man die Gedanken der Leute kontrolliert, die Erinnerungen und das Verhalten, aus entfernten Steuerständen heraus, mit Energie-Strahlen und elektronischen Methoden. Das ist alles real, sicher, keine Frage, absolut.

Stephen Marshall: Im Eröffnungs-Teil einer kurzen Dokumentation, die wir gemacht haben, mit dem Titel "Das Äußerst Gefährliche Spiel, sagt eine unserer interviewten Personen, dass der ganze Bereich Verstandes-Wissenschaften der am wenigsten verstandene von allen sei, und dass es sich bei ihm in vieler Hinsicht um den Kriegs-Schauplatz der Zukunft handle. Ich glaube auf so viele Weisen, dass das wahr ist, denn wenn man an den Verstand denkt, der Verstand der Leute stellt auch eine Form von Immobilien dar, es ist so ungefähr der letzte Platz, den wir noch kolonisieren können. Dass diejenigen, die nach Macht streben, versuchen werden, uns zu kolonisieren, durch jene, wie Sie es nennen, bio-elektrischen Barrieren. Sehen Sie es auch so, oder denken Sie, dass das zu weit hergeholt sei? Glauben Sie, dass diejenigen, die nach Kontrolle streben oder in irgendeiner Form Macht haben, in der Zukunft versuchen werden, die Massen der Leute zu kontrollieren, im Gegensatz zur Kontrolle lediglich von Einzelnen?

Colin Ross: Im alten China ist das bis zum heutigen Tag schon immer das Operations-Prinzip gewesen. Wer die Ideologie kontrolliert, kontrolliert die Information, er kontrolliert die Glaubenssätze und Einstellungen der Bevölkerung, und hat dadurch die Kontrolle über die Leute. Ich halte diese Idee nicht für neu oder für Science-Fiction. Nur wird die Technologie für dieses Tun immer ausgefeilter, genau wie alle Technologie. Das beinhaltet die tatsächlichen physikalischen Geräte, um verschiedene Arten von Energie-Strahlung auf Leute zu richten. Dann ist da der Mithör- und Überwachungs-Aspekt davon und der psychiatrische, hypnotische Mind-Control-Aspekt.

Stephen Marshall: Faszinierend.

Colin Ross: Es wird einfach alles immer ausgeklügelter.

Stephen Marshall: Ich werde Sie am Ende dieses Interview noch fragen, wie wir uns dagegen wehren können, aber lassen Sie mich zuerst noch eine andere Richtung einschlagen. Wie Sie ja wissen, sehen wir uns gerade eine bestimmte Fallstudie an, als Einstieg in unsere Untersuchung. Es handelt sich um das Buch einer Frau, ihr Name ist Cathy OBrien, und ich wollte Ihnen ein wenig darüber erzählen, was sie in ihrem Buch behauptet und Sie fragen, ob irgendeine Möglichkeit besteht, dass dies in die Modalität passt, in der Sie MindControl begreifen?

Stephen Marshall: Ok, cool, perfekt. Und Sie haben auch das Interview mit ihnen gesehen.

Colin Ross: Ja.

Stephen Marshall: Dann wissen Sie ja natürlich, dass Cathy im Wesentlichen behauptet, das Opfer von Pädophilie durch ihren Vater geworden zu sein, und dass sie bei Tiersex-Filmen mitspielen musste. Sie und Mark behaupten, dass die Agenten, die nach Test-Personen suchten, nach Kindern spähten, die sexuell missbraucht worden waren, weil dies fruchtbaren Boden für die Erzeugung multipler Persönlichkeiten darstellte. Besonders weil, wie sie sagen, diese Leute schon vorher Multiple waren. Ist das konsistent mit Ihren Ergebnissen, dass Kinder, die sexuell missbraucht wurden und zu, sagen wir Tiersex-Filmen, gezwungen wurden, exzellente Beispiele oder Kandidaten für ein Mind-Control-Programm abgeben?

Colin Ross: Die Antwort darauf ist ja und nein, und ich will das gerne erklären. Es ist konsistent mit meinem Verständnis davon, wie die Dinge psychologisch funktionieren. Aber ich habe keinerlei Untersuchungen, Dokumentation oder Evidenz, dass tatsächlich eine Rekrutierung entweder aus Kulten oder aus häuslichem Inzest oder Missbrauch stattgefunden hat oder dass irgendeine organisierte Strategie bestand, traumatisierte, dissoziative Kinder für Mind-Control-Experimente zu rekrutieren. Wir befinden uns jetzt also außerhalb der dokumentierten Fakten.

Aber wenn ich ein Mind-Control-Programm leiten würde und ich hätte keinerlei Ethik und ich wäre bereit, alles zu tun, was erforderlich ist, dann würde ich da die Leute herholen. Keine Frage. Denn wenn man wirklich einen komplexen mandschurischen Kandidaten erzeugen will, nicht nur eine simplen Fall von "der eine Teil der Person, und dann die andere Persönlichkeit”, wenn man wirklich etwas ausgefeiltes erreichen wollte, das verschiedene Schichten und Levels hat, dann würde man definitiv mit einem Kind beginnen, das schon von primärem Trauma herstammend dissoziativ und gespalten ist. So gesehen macht das perfekten Sinn, aber ich weiß nicht als Tatsache, dass das passiert ist.

Stephen Marshall: Richtig. Das ist genau, was ich fragen wollte, ob es auf einem klinischen Niveau plausibel wäre. Also ...

Colin Ross: Ich könnte die Sache für Sie auch noch anders beleuchten. Um solche Experimente mit Menschen zu machen, muss man alle ethischen Richtlinien missachten, und man muss der Person gegenüber destruktiv vorgehen. Wir würden also über gigantische Gerichtsfälle wegen ärztlichem Vergehen sprechen, wenn irgendjemand es beweisen könnte. Aber angenommen, man wäre diese Art von Person, dann wäre man eigentlich inkompetent, wenn man nicht auf diese Art vorginge.

Stephen Marshall: Ja, richtig, man würde sich ja das höchste oder größte Potential für Erfolg aussuchen.

Colin Ross: Richtig.

Stephen Marshall: Ok. Lassen Sie uns einen Moment lang noch mit Cathy OBrien fortfahren. Einer der faszinierendsten Aspekte, die ich an der Geschichte finde, ist der Einsatz von Filmen zur Abspaltung alternativer Realitäten. In ihrem Fall sagt sie, war es der Zauberer von Oz, der von ihrem Vater benutzt wurde. Sie erklärt, wie ihre Eltern, besonders ihr Vater, nach Boston gebracht wurden, wo man ihnen beibrachte, wie sie sie zu programmieren hätten. Nachdem sie sie traumatisiert hatten, setzten sie sie oftmals vor einen Film wie den Zauberer von Oz, wobei der Schlüsselbegriff darin bestand, im Land Oz zu sein. So gaben sie ihr eine alternative Realität und einen Referenz-Rahmen für das, was passierte, während sie in diesem Zustand war. Ist es möglich, dass Filme auf diese Art eingesetzt werden, um verschiedene Identitäten zu triggern und ein Gefühl für Realität?

Colin Ross: Nun, die Faustregel heißt: Alles ist möglich. Aber ein paar Kommentare dazu. Einer ist, dass ich von vielen Leuten verschiedene Variationen dieser Geschichte mit ähnlichen Details gehört habe, nicht nur von Cathy OBrien. Sie ist also nicht die einzige, die behauptet, solche Dinge seien ihr zugestoßen, inklusive solcher Details wie die Oz-Programmierung und so weiter. Und das Problem ist, dass, sobald man einmal zu hochgradigen, komplizierten, hoch finanzierten Geheimdienst-Operationen vorstößt, na ja, wenn man da einfach gesunden Menschenverstand anlegt und in ein paar Hollywood-Filme geht – es ist klar, dass es da alle möglichen Levels und Schichten von Information geben wird, auch gezielte Falschinformation und einfach unrichtige Sachen. Wenn man also versucht, in einem individuellen Fall herauszukriegen: "Ist das akkurate Information, handelt es einfach um eine ehrliche Selbst-Täuschung oder ist es gezielt ausgestreute Falschinformation? – man weiß es einfach nicht. Der einzige Weg, dies sagen zu können, besteht darin, solide Bestätigungen von außen zu erhalten. Aber die Sache mit Cathy OBriens Geschichte ist die: Natürlich steckt da eine Menge an fantastischen Details drin, wenn sie anfängt aufzuzählen, wie viele berühmte Leute da mit in die Geschichte verwickelt seien. Aber die generelle Handlung der Geschichte ist absolut möglich. Es ist absolut konsistent mit all den dokumentierten Informationen, die harte, harte, harte Tatsachen darstellen.

Stephen Marshall: Als Sie vorher über den mandschurischen Kandidaten oder Kurier sprachen, musste ich dadurch noch an einen anderen Aspekt der Geschichte denken. Cathy spricht im Wesentlichen darüber, dass sie, als sie älter wurde, zwei Arten von "Ehemännern" hatte. Der zweite, der älter war als ihr Vater, war ein Bauchredner in der Country-Music-Szene. Sie redet darüber, ein Drogenkurier für die CIA gewesen zu sein, und das ist etwas, was natürlich möglich ist. Wir wissen, dass es eine große Drogen-Operation außerhalb von Mena, Arkansas gegeben hat. Sie erzählt uns, dass sie die Drogen in die Grand Olde Opry brachten, und dass die Country-Music-Gruppen sie dann da heraus und von da weiter überall ins Land transportiert hätten. Eine Sache, die mich immer wieder stutzen lässt, ist: Angenommen, zwei Leute hätten sich das alles nur ausgedacht: Es wäre doch so viel lohnender für sie, nach Hollywood zu gehen, und ihr Drehbuch dort zu verkaufen. Aber was ich Sie fragen wollte, ist dies: Der Teil ihrer Geschichte, der für viele Leute am faszinierendsten ist, ist da, wo sie als Kurier für Leute wie Daniel Ortega fungiert, und für den mexikanischen Präsidenten und den Vize-Präsident. Die Art, wie Sie selber den Prozess beschreiben, auf dem Kuriere Information oder Material überbringen, ist genau die selbe, wie Cathy es auch beschreibt. Und obwohl es natürlich eine vage Möglichkeit darstellt, dass sie das alles von Ihnen übernommen haben könnte, falls es sich alles als große Lüge herausstellen sollte, ist es doch frappierend. So, wie Cathy es beschreibt, wurde sie von der Empfänger-Partei in einen Trance-Zustand getriggert und übergab dann ihre Botschaften. Das ist in vieler Hinsicht das, worüber Sie vorher gesprochen hatten, und es korrespondiert zumindest mit einem Thema in ihrem Buch.

Colin Ross: Absolut, wenn sie einmal von, wie ich schon sagte, der riesigen Liste berühmter Leute absehen und vergessen, dass es die gibt.

Stephen Marshall: Nun ja, die meisten von ihnen sind ja nur Politiker.

Colin Ross: Politiker. Vergessen Sie das einfach für eine Sekunde. Das Wesentliche, das sie behauptet, ist nicht sehr weit weg von dem, was als Tatsache zu begreifen ist. In der Tat ist es entweder total konsistent mit absolut dokumentierten Fakten und Dingen, die tatsächlich passiert sind, oder es ist zumindest nicht weit davon entfernt. Es ist nichts anderes, außer dass die Identitäten der Leute hinzukommen, die sie genannt hat, aber es ist nichts fantastisches oder unglaubwürdiges daran, wenn man einmal die grundlegenden Fakten betrachtet.

 Stephen Marshall: Richtig. Ich verstehe. Dann lassen Sie uns jetzt zur letzten Stufe dieser Fragen über das Buch, und im Besonderen über Mark und Cathy gehen. Es betrifft Marks Art und Weise, in der er Cathy geheilt hat. Eine der interessantesten Erfahrungen, die ich beim Aufnehmen dieser Dokumentation hatte, kam nach meinem zweiten Zusammensein mit den beiden. Dieses Mal war es in ihrem Zuhause in Alabama.

Wiederum war ich, wie ich schon sagte, überwältigt davon, in wie vielen Aspekten die beiden ganz normalen Menschen sind. Sie schienen nicht, mir irgendetwas verkaufen zu wollen. Da war keine Verzweiflung. Da herrschte nur ein unheimliches Gefühl von Bescheidenheit bei der ganzen Sache, das ich am allerinteressantesten fand. Aber als ich dort hinfuhr, suchte ich nach etwas, ich versuchte mehr und mehr Evidenz zu finden. Sie haben offensichtlich was sie haben, sie sagen ja, es wäre bei ihnen mehrfach über die Jahre eingebrochen worden. Was plausibel ist, wenn man sich die Natur ihrer Vorwürfe gegenüber dem Staat vergegenwärtigt. Aber was ich eigentlich wirklich zu bekommen hoffte, war eine Art von substantieller Ausschmückung ihrer Geschichte. Und letztlich sagte ich dann: "Habt Ihr eigentlich diese 'Deprogrammierungs-Notizen' noch, die ihr in dem Buch erwähntet?" Worauf sie sich beide gleichgültig ansahen und dann sagten: "Oh ja, die sind draußen in der Garage.

Also ging ich nach draußen und brachte sie dann schließlich dazu, mir zu helfen, diese Kisten hervorzuziehen, die da jahrelang gestanden hatten. Und ich fand Bände über Bände ihrer Notizen und Aufzeichnungen der Erlebnisse, so wie sie sie gerade erinnert hatte. Sie hat Momente, wo sie mit einem bekannten Politiker wie Bill Bennet zusammen ist, und er rezitiert jesuitische Beschwörungen. Sehr komplexe Wortgefüge ... all das in ihrer eigenen Handschrift und sogar in den jeweiligen Handschriften der einzelnen "Persönlichkeiten“, die während dieser Erinnerungen getriggert wurden.

Colin Ross: Das sind die Notizen, die sie angefertigt hat, während sie mit Mark Phillips arbeitete?

Stephen Marshall: Ja genau, Notizen, die sie ohne jegliche verbale Einflussnahme von ihm angefertigt hatte. Er ist sehr spezifisch in Bezug auf diesen Punkt. Er sagte, dass er im Prozess des Erinnerns nie mit ihr über ihre Erinnerungen redete, weil er Angst hatte, dadurch falsche Erinnerungen bei ihr auszulösen. Er sagt im Wesentlichen, dass sein grundsätzliches Ziel bei der Re-Integration ihrer verschiedenen Abteilungen war, sie rational ... nicht emotional, sondern rational durch Aufschreiben, anzuleiten, ihre Erinnerungen wieder zu erwecken. Wenn sie es schaffte, diese Erinnerungen neu aufleben zu lassen und sie neu zu fühlen, auf einer sinnesbezogenen Ebene, nach einer Zeitspanne von zwei oder drei Wochen nach dem ersten Zeitpunkt, wo sie sie aufgeschrieben hatte, dann gingen sie davon aus, dass sie real waren. Wenn nicht, dann verwarfen sie sie.

Colin Ross: Das Problem ist: Da ist nichts Falsches an dieser Prozedur, und es scheint, als sei Cathy in einem viel besseren Zustand als damals. Ich gebe ihm keine Schuld, schließlich ist er kein professioneller Therapeut, wie er ja selbst zugibt und sehr wohl weiß. Aber es scheint, dass er unglaublich hilfreich für sie war, und ich zweifle nicht daran, dass das Ergebnis davon ist, dass es ihr jetzt viel besser geht, als damals, aber keiner dieser Indikatoren ist objektiv. Die Tatsache, dass es innerlich konsistent ist, die Tatsache, dass die Person nicht offensichtlich lügt, nicht einfach nur eine Lügengeschichte aufbaut, die man sofort durchschauen kann ... sie glauben wirklich daran, und sie sind wirklich echt dabei, es wird begleitet von glaubwürdigen Emotionen, es wird begleitet von sensorischer Erregung oder Sensationen im Körper. Daran allein ist nichts, das man klinisch benennen könnte, das irgendeine Evidenz dafür ergibt, dass es wahr wäre. Denn man kann ja Erinnerungen haben, die sehr, sehr detailliert sind, sehr glaubwürdig, auch geglaubt werden von der Person selbst, alles begleitet von Emotionen, all die Flashbacks, alles was man erwarten würde – und dennoch ist es nie passiert. Oder man kann Erinnerungen an etwas haben, dass zwar tatsächlich objektiv passierte, man kann unabhängige Bestätigung dafür oder sogar Video-Aufnahmen davon haben und die Erinnerungen können sehr fragmentiert sein, sehr vage, die Person hat selbst alle möglichen Zweifel über sie und kann sie nicht in eine ordentliche Geschichte packen.

Stephen Marshall: Ok, lassen Sie uns ein einfaches Beispiel nehmen. Etwa, als sie eine Karte des Pentagons zeichnete, auf der sie angab, wo sich Cheneys Bunker befindet, und Mark brachte diese Karte zu irgendwelchen Leuten, die dann bestätigen, dass es sich tatsächlich um eine zutreffende Karte handelt. Könnte eine Person im Stande sein, so etwas zu erzeugen? Ich meine, sie hat alle möglichen Arten von Karten über verschiedene Plätze, an die sie gebracht wurde. Ich habe dann tatsächlich noch einen Polizeibeamten getroffen, der in Arkansas ist und mir gleichfalls bestätigte, dass die Angaben von Cathy über eine Enthauptung in der Nähe einer Stelle, wo mit Drogen gehandelt wird, zutreffen. Er bestätigte, dass er, nachdem er von ihnen die Informationen darüber erhalten hatte, er sie mit einem speziellen Untersucher in Arkansas überprüfen ging, und er bestätigte mir, dass sie es tatsächlich alles als komplett wahr gefunden hätten.

Colin Ross: Dann bewegen Sie sich damit aber außerhalb des normalen klinischen Arbeitsfeldes. In der normalen klinischen Arbeit haben wir nicht die Ressourcen, die Zeit und die Energie, das zu tun, und wir müssen das auch nicht. Wir benötigen keine Beweise oder Gegenbeweise von außen für unsere klinische Arbeit. Aber jetzt befinden Sie sich im Bereich der Investigation und Dokumentation. Je mehr Sie da aufbauen, desto mehr werden Sie sehen, huh, das ist real.

Stephen Marshall: Total. Lassen Sie mich folgendes fragen: Wenn Sie sich das Tape ansehen und Cathy beobachten, wie sie von mir befragt wird, was ist dann Ihre Wahrnehmung? Es ist interessant, wenn Leute, die Cathy noch nicht getroffen haben, aber das Band sehen. Leute, die das Band nicht gesehen haben, sagen oft, sie sei verrückt oder eine Lügnerin. Wenn sie es dann sehen, sagen sie oft, "na ja, sie sieht nicht aus, als würde sie lügen, und sie scheint auch nicht verrückt zu sein. Was ist Ihre Wahrnehmung, ist sie irgendwo da dazwischen? Manchmal scheint es fast jenseits der Glaubens-Bereitschaft der Leute zu liegen, daher müssen sie irgendwas dazu kreieren ... irgendeine Art, das zu erklären, was sie nicht als wahr akzeptieren können ... oder, zumindest, als wahr für Cathy.

Colin Ross: Nun, ich stimme Ihnen zu, und das basiert nicht nur auf dem Video. Wie ich schon sagte, ich habe das Buch gelesen und ich habe mich mit beiden schon getroffen. Ich hatte auch ein paar direkte Erfahrungen und stellte ihnen auch ein paar Fragen. Ich glaube definitiv nicht, dass Cathy OBrien eine Lügnerin ist oder verrückt. Ich bin sehr davon überzeugt, dass sie weder lügt noch verrückt ist.

Stephen Marshall: Und sie hatten wahrscheinlich schon Leute, die beides waren, oder?

Colin Ross: Ja, oder eine komische Mischung von all dem. Aber das allein beweist gar nichts, in Bezug auf die Realität dieser Geschichte. Es ist möglich, dass ... ich meine, bei jemanden mit einer derart komplizierten Geschichte, da gibt es einfach keine Chance, dass da alles 100 Prozent real sein wird. Es ist einfach nur zu erwarten, dass da bis zu einem gewissen Grad etwas falsch durcheinander gerät. Aber es ist möglich, dass es bei weitem mehr als 0, 5 oder 10 Prozent real ist, es ist absolut möglich.

Das ist der springende Punkt dabei, und was ich an ihrem Ansatz schätze, nicht mit dem Subjekt zu sprechen, ist: Es wäre gut, wenn wir ihre Geschichte vollkommen belegen oder widerlegen könnten. Aber ihre Geschichte führt uns in dieses ganze Problem dieser Welt. Welches sehr stark eine ... "ist das jetzt real oder nicht, welcher Teil von welchem Teil ist nicht real-Welt ist. Und wenn das das ganze Ding ist ... wenn man anfängt, sich das anzusehen, dann kann man alle diese Dokumente zusammen sammeln und all das Zeug, was in meinem Blue Bird-Buch steht, aber dann kommt man dennoch ans Ende der Fakten. Dann weiß man, dass da Schichten und Schichten von höheren Ebenen der Klassifizierungen sind, und Dokumente, die noch nicht freigegeben wurden, und Programme, von denen man noch nicht mal den Namen kennt. Wenn man also nur ein klein wenig unbestätigter Information erhält, dann weiß man nie sicher, ob es sich um reale Information handelt oder nur um eine urbane Legende oder was immer es sonst ist.

Stephen Marshall: Lassen Sie mich über Mark fragen, ich weiß, Sie hatten ein paar Mal die Gelegenheit, mit ihm zu sprechen. Er hat eine sehr hohe Meinung von Ihnen und er respektiert, was Sie tun. Er sieht sie als Nummer eins in diesem Feld an. Wie würden Sie Mark beschreiben, und wie hat er mit Ihnen gesprochen über seine Modalität, als Sie sich mit ihm unterhielten? Wie würden Sie ihn charakterisieren?

Colin Ross: Nun, er ist in gewisser Weise mysteriös, denn er hat diesen Geheimdienst-Hintergrund, und wenn man vom Geheimdienst kommt, dann kann man nie wirklich sagen, was stimmt‘s?

Stephen Marshall: Richtig

Colin Ross: Man fragt sich also immer: "Ok, für wen hat er wohl gearbeitet, was genau hat er gemacht und wo passt er hin? Das ist also immer diese Art von Frage mit Mark. Aber er scheint, als ob ... wenn man ihn spielen sieht, mit seinem Waschbären, ich finde, das zeigt einem sehr direkt, was für eine Art von Person er wirklich ist. Und es scheint, als wäre er schon eine lange Zeit so und als habe er einen ganz schön hohen persönlichen Preis dafür bezahlt. Er macht einfach nicht den Eindruck auf einen, als wäre er eine Art von Trickbetrüger.

Stephen Marshall: Nein, aber die Leute haben oft ein kleines Problem mit ihm, er löst irgendwas in Leuten aus. Ich weiß, wenn Leute das Band sehen, sagen sie, "da ist irgendwas mit dem, und ich hatte schon Leute, die sagten "na, das ist halt sein Hintergrund als Geheimdienstler, die haben alle diese Qualität. Da ist definitiv irgendwas an Mark, das jeder absolut mysteriös findet. Aber dann ist ja da noch Cathy, die ich unzählige Male intensivst beobachtet habe ... ich meine, ich habe sie wirklich von oben bis unten akribisch gemustert. Und sie kommt mir einfach immer noch als einer der wunderbarsten Menschen auf diesem Planeten vor. Und ihr Urteil über Mark ist, dass seine Handlungen immer nichts als Liebe ausgedrückt haben, und ich glaube ihr das auch wirklich.

Colin Ross: Ich kaufe ihr das auch ab, Kein Zweifel darüber.

Stephen Marshall: Interessant. Was ich jetzt noch ansprechen möchte ist, ich glaube, ich möchte Ihnen noch ein paar Fragen stellen und damit eine positivere Richtung einschlagen, mit dem Thema, wie wir uns schützen können. Eine Sache, über die Cathy redete, ist der Einsatz von Harmonik, der Gebrauch von elektrischen Frequenzen, die dann in den Bereich der Kontrolle von Massen übergehen. Von dem, was Sie über subliminale und neurolinguistische Programmierung wissen: Gibt es Frequenzen, die eingesetzt werden können, um den Verstand in einen Beta-Zustand zu triggern, der uns mehr suggestibel macht, oder ist das zu weit hergeholt?

Colin Ross: Um Ihnen die Wahrheit zu sagen: Ich weiß nicht wirklich über diese Dinge Bescheid. Ich weiß sicher, basierend auf gesammelten Fakten, dass es eine Menge ausgeklügelter MindControl-Technologie gibt, die wirklich existiert. Ich habe das erst kürzlich herausgefunden – weil jemand mir ein paar Materialien aushändigte – dass man tatsächlich nach US-Patenten im Internet suchen kann. Ich meine, die sind alle da, ich habe Kopien und ich kenne die Patent-Nummer. Man kann in den Web-Seiten der Regierung suchen und es im Internet finden. Da gibt es also ein Patent, es ist ein altes Patent aus den 70ern, aber das beschriebene Gerät trägt eine Patentnummer und den Namen der Person, die das Patent innehat und alles ist da, es ist ein Gerät für ein Aufzeichnung der Gehirnwellen über eine räumliche Distanz hinweg. Bedenken Sie, das war in den 70ern, stellen Sie sich also vor, wie ausgefeilt es jetzt wohl mittlerweile sein dürfte.

Grundsätzlich zeichnet das Gerät von einer entfernten Position aus die Gehirnwellen der Zielperson auf und überträgt alles in einen Computer, und dann sendet es eine Art von Energie-Strahl zurück an die Person, spezifisch, um dessen Gehirnwellen zu modifizieren. Dann wird das modifizierte Gehirn erneut gemessen, das ist also ein Kommunikationskanal. Es kann einen Kommunikationskanal erzwingen zwischen der MindControl-Vorrichtung und dem Gehirn der Person, und dafür gibt es ein Patent aus dem Jahr 1973. Dieses Zeug existiert also, und ist real.

Dann haben wir das Szenario der verrückten Person, die glaubt, der CIA wäre hinter ihr her, und die deshalb einen Helm aus Aluminium-Folie trägt. Wir wussten also schon immer, dass diese Leute alle verrückt sind, aber dann liest man die Hintergrundliteratur über Strahlungs-Experimente an unwissenden Zivilisten, biologische und chemische Kriegsführung, LSD und andere Experimente mit Halluzinogenen mit unwissenden Zivilisten und Staatsbürgern. Diese ganzen Waffenarsenale von chemischen, biologischen und psychologischen Mitteln der Kriegsführung wurden grundsätzlich immer an unwissenden Zivilisten erprobt. Daher macht es Sinn, dass nicht-tödliche Waffen auch dabei gewesen sein müssen. Es muss also auf der Welt eine ganze Reihe von Leuten geben, die die Erfahrung machten, dass merkwürdige Strahlen auf ihren Kopf gerichtet wurden. Daher sind vielleicht nicht alle dieser Leute verrückt. Dann geht man wieder und wieder mit diesen Gedanken und Überlegungen um, und was ist tatsächlich technisch machbar? Ich weiß nicht, in Bezug auf Kontrolle von Volksmassen und ihrer mentalen Zustände. Ich weiß es einfach nicht, in Bezug auf Technik, denn das ist nicht mein Gebiet, und die Antwort unterliegt sowieso der Geheimhaltung.

Stephen Marshall: Habs kapiert. Aber wenn Sie, das ist jetzt mehr eine generelle Frage – ich weiß, Sie können das jetzt nicht in allem Detail beantworten: Aber, von dem, was Sie lesen und aus der Geschichte der Zivilisation wissen, und dem ganzen Ansatz der Medizin. Wie würden Sie eine Regierung charakterisieren oder eine Körperschaft, die versuchen würde, die Leute zu kontrollieren? Ich meine, glauben Sie, dass das ein noch hinnehmbares Eindringen darstellt, jenseits der moralischen Regeln zwar, die eine Gesellschaft leiten ... aber um der Wissenschaft willen, und der Neugier halber, in Bezug auf die ungeheuer große Herausforderung des menschlichen Geistes? Oder denken Sie, dass das etwas ist, das mehr mit einer historischen Natur von Regierungsgewalt zu erklären ist ... von Regierungsgewalt und Macht, die versucht, eine ständig wachsende Bevölkerung zu dominieren und zu kontrollieren? Wie würden Sie diese Bewegung charakterisieren?

Colin Ross: Nun, ich denke, da gibt es nichts Neues unter der Sonne, denn wenn man sich den Film Brave Heart ansieht oder wenn man über Druiden liest oder in die keltische Geschichte zurückgeht, dann sieht man, dass da die militärischen Leute waren, dann die Politiker, und die Schamanen oder Druiden oder wie immer sie in dieser Kultur genannt wurden. Und da gab es immer jemanden, der Experte darin war, jemanden zu verfluchen, das Schicksal zu verändern oder die Zukunft vorherzusagen. Und das Militär und die Politiker haben immer den Rat dieser Leute gesucht. Diese Experten des Verstandes, des Schamanismus, der Parapsychologie und des Wahrsagens sind schon immer zu einem gewissen Grad in Operationen verwickelt gewesen. Daher denke ich, es handelt sich hier einfach um ein 10.000 Jahre altes Thema der menschlichen Geschichte. Die Sache jetzt ist natürlich, wie alles andere ... wir haben die technische Kapazität, das jetzt auf eine computerisierte Art zu machen, im Internet, mit nicht-tödlichen Waffen, Massen-Medien und so weiter, die vorher nicht existierte. Jeder, der sich dieser Technologie bemächtigen kann, kann am selben Tage Einfluss auf Milliarden Leute nehmen.

Stephen Marshall: Die letzte Frage ist also, ich meine, Leute, die die letzte Stunde unserer Konversation gelesen haben oder einen Paradigmen- wechsel erlebten oder sich besorgt fühlen, ich meine: Wie geht man ab jetzt jeden Abend zu Bett? Es läuft offensichtlich auf zwei Fragen hinaus: Die eine ist, glaubt man an das Gute im Menschen, und glaubt man, dass die Regierung das je in ihrem Verhalten ausdrücken wird? Das ist die erste Frage, und die zweite laufet: Was kann ein einzelner Mensch tun, der zu der Schlussfolgerung gelangt, dass das vielleicht alles möglich ist? Gibt es einen Weg, uns vor dieser Art von Kontrolle zu schützen?

Colin Ross: Nun, ich glaube an das Gute im Menschen, aber andererseits haben die Menschen über eine lange Zeit hinweg eine unglaubliche Menge grauenhafter Dinge getan. Würde eine Regierung wohl willens sein, MindControl einzusetzen? Regierungen sind, wenn wir uns einmal alle Regie- rungen aller Völker auf der Welt vergegenwärtigen, von Stalin über Hitler und wer weiß wen noch alles, mit einer enormen Menge an Mordlust, Zerstörungswut und Vernichtungskraft vorgegangen. Und da gibt es immer Rationalisierungen und Rechtfertigungen dafür. Für mich ist das also keine Science-Fiction oder etwas Unglaubliches. Es ist nur ein weiteres Level der Technologie und eine Art, Dinge zu kontrollieren.

Stellen Sie sich vor wie es mir anfänglich ging, ich meine, es ist ja nicht so, dass jeder Psychiater auf der Welt schnell mal ein Buch über das schreibt. Harvey Weinstein hat eins geschrieben, und es ist ein exzellentes Buch, aber es ist halt wirklich auf seinen Vater konzentriert und auf verschiedene andere Leute, an denen in Montreal experimentiert wurde, von einem gewissen Dr. Ewen Cameron. Dieses Buch zielt nicht auf das Gesamtbild ab, und andere Leute, die auch exzellente Bücher geschrieben haben, sind wiederum keine Psychiater. Wenn man sich also ärztliche Psychiater ansieht, dann bin ich die einzige Person auf der Welt. Wenn ich in den CIA-Leseraum ging und die Dokumente durchsah und tausende von Seiten orderte, Briefe an die CIA schrieb und Anfragen bei der AFOIA stellte, und darüber in der Öffentlichkeit sprach, das kann einen schon ein wenig paranoid machen. Ich entschloss mich dann mehr oder weniger dazu, einfach nicht paranoid zu sein; ich konnte mir einfach nicht vorstellen, was ich sonst tun sollte. Also beschloss ich, mir einen Witz daraus zu machen, zu versuchen, mein Zeug geheim zu halten. So, als wollte ich den CIA austricksen oder wen immer, in Bezug darauf, dass sie es bestimmt nicht schaffen würden, in meinen Computer hineinzukommen oder dass sie bestimmt nicht meine Unterhaltungen am Telefon abhören würden, das ist ja absurd. Ich entschloss mich also dazu, ich nenne es die "Drei Tage der Condor-Strategie", und es ist ungefähr das, was Mark und Cathy auch taten und ich gab es einfach an die Öffentlichkeit. Was ich weiß, was ich sage und was ich denke. Und dann gibt es da nichts mehr zu verstecken. Dann fühlte ich plötzlich, das ich eine ethische Verantwortung habe als Profi, und es ist eine Art von Pflicht als Staatsbürger, etwas daran zu machen, und was ich mache ist, dass ich darüber rede, es publik mache, es dokumentiere und versuche, Leute dazu zu bringen, zu verstehen, dass das eine reale Angelegenheit ist, und dass es eine große Sache ist. Wir können nicht einfach aufhören damit, denn wir haben ja dieses Terrorismus-Problem. Terroristen und Regierungsgegner werden das für die nächsten tausend oder hunderttausend Jahre einsetzen. Wir sind also innerhalb dieses Wissens gefangen.

Wohin ich dann zurückkomme, ist dann letztlich die Ethik der Medizin und Psychiatrie, denn ich glaube, dass es da einen Konflikt gibt, über den ich in dem Buch auch schreibe, zwischen dem Gelübde zur nationalen Sicherheit und dem demokratischen Eid. Und wenn man Arzt ist, dann gibt es da ja offensichtlich eine Moral, eine Ethik und einen ärztlichen Eid. Und man hat nicht die Erlaubnis, unethische, gefährliche, schädliche Experimente zu machen. Aber wenn man aus der zivilen Rolle aus Doktor heraustritt und unter dem Gelübde zur nationalen Sicherheit steht, dann haben plötzlich alle Doktoren schon immer alle möglichen Arten von unethischen, schädlichen Dingen getan. Es war unsichtbar, da gab es keine ernsthafte Diskussion darüber, keine ethische Überwachung oder Leitung, keinen Schutz der Personen. Der MindControl-Doktor braucht seine Experimente nicht vor dem Ethik-Ausschuss der örtlichen Universität zu rechtfertigen. Daher denke ich, dass der Punkt der Kontrolle, die sich herausschälen muss, der ist, der über die Ethik der Ärzte führt. Denn man kann nicht raffinierte MindControl veranstalten ohne Psychologen oder Psychiater, die damit machen. So habe ich das also nach innen angewendet, denn ich bin kein anti-Regierungs- Mensch oder anti-Militär, überhaupt nicht. Ich unterstütze voll die Existenz der CIA und ihre Rolle im kalten Krieg und im Krieg gegen den Terrorismus. Ich habe es zu einer Sache der Ethik gemacht, und sage, dass es ein absolut unerhörtes Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist. Es ist gegen alles, wofür die Medizin eigentlich stehen sollte, und das ist, wo die Kontrolle angesiedelt sein sollte.

Stephen Marshall: Alles klar. Das war beeindruckend.

Colin Ross: Tja, so sieht das in meinem Kopf aus.

Stephen Marshall: Toll, Dr. Ross. Ich danke Ihnen vielmals, ich denke, das war eine Menge Information fürs erste.

 

www.mosquito-verlag.de 
 

Is Psychiatry A Scam? 

 

Frontcover
 

 Colin A. Ross 

Greenleaf Book Group, 2008 - 277 Seiten 

 

Truth About Mental Disorders & Health, Psychiatrists Colin Ross & Corrina Rachel 

Numerous sources (except those within the usual in organized & academic medicine) basically say the same as Ross in this 20 min video (like CCHR, the Anti-psychiatry movement of psychiatrists, Sazaz, several journalists, and those that Ross cites at the video end).

This is the truth about a standard of care that is in part financially dependent on claiming remote influence doesn't exist, and this is our biggest problem. Unless you are familiar with that of which Ross speaks, it is hard to appreciate how big a scandal is psychiatry.

Correspondent Corrina Rachel interviews psychiatrist Dr. Colin Ross about Psychiatry and his book, The Great Psychiatry Scam. Is psychiatry a scientifically based medical practice? Is there evidence that mental illness is a brain disease, a chemical imbalance or genetic disorder? 
 

" The Great Psychiatry Scam: One Shrink's Personal Journey" by Dr. Colin Ross Book
http://www.amazon.com/The-Great-Psychiatry-Scam-Personal/dp/0970452527

Other Videos in this Series:

CIA Mind Control Secrets MK Ultra Brainwashing Interview - Dr. Colin Ross & Corrina Rachel
http://www.youtube.com/watch?v=CNCxsw7qWlg

What is Brainwashing? Mind Control by Force? Is Total Recall Real? MK Ultra, Colin Ross Interview
                                                                                                                                                        
Related Videos:

MK-Ultra, CIA Mind Control & Brain Washing to Make Assassins
http://www.youtube.com/watch?v=dOARWX3OjFc

MkUltra Mind Control Report Documentary Real Conspiracy, Not Theory
http://www.youtube.com/watch?v=G1E2rhjliJQ

Mind Control Overview, Hypnosis, CIA MKUltra, Psychiatry, Conspiracy Theory, Psychology
http://www.youtube.com/watch?v=CqTCCYbBY4U

Mind Control, Biological Psychology & Psychiatry Limitation
http://www.youtube.com/watch?v=LBYvY4gHlOk

Official Corrina Rachel Psychetruth Playlist
http://www.youtube.com/playlist?list=PLDF033982F291462D