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Ehemalige Abhörstation der NSA: Nichts bleibt vor dem Geheimdienst geheim 

Je mehr über die Internet-Überwachungssysteme der Geheimdienste bekannt wird, umso schwerer ist es, den Überblick zu behalten. Hier im knappen Überblick, was man bisher über XKeyscore, Tempora und Prism weiß. 

 

Das übermächtige Überwachungswerkzeug: XKeyscore 

Das Computersystem XKeyscore ist für die Geheimdienste so etwas wie ein Schweizer Taschenmesser der Datenauswertung. Auf der einen Seite ist es das Frontend, mit dem Geheimdienstmitarbeiter die enormen Datenmengen auswerten können. Zum anderen ist es ein System weltweit verteilter Linux-Server. Mehr als 700 solcher Rechner an 150 Standorten waren 2008 an XKeyscore angeschlossen und zeichnen in den jeweiligen Regionen Internet-Datenverkehr auf. Eine Karte zeigt die weltweite Verteilung der Schnüffelrechner. Wo genau sie stehen und wie sie an die Netzinfrastruktur angeschlossen sind, ist noch unklar. Der jetzt vom "Guardian" veröffentlichten Präsentation zufolge, verfügt das System über einen Zwischenspeicher, in dem alle von XKeyscore aufgezeichneten Daten für einen Zeitraum von drei Tagen gespeichert werden. Die Kapazität und die regionale Ausdehnung des Systems können jederzeit erhöht werden, indem weitere Rechner an neuen oder bestehenden Standorten hinzugefügt werden. Unklar ist, von wie vielen Staaten die NSA bereits auf diese Weise eine Komplettkopie des Internetverkehrs abgreift. 

Grenzen der Nutzung 

XKeyscore erlaubt es den Geheimdiensten, den Datenverkehr in Echtzeit nach einer Vielzahl von Suchkriterien, Begriffen und Bedingungen zu durchsuchen. Beispielsweise soll es möglich sein, den Internet-Traffic eines Landes nach Kommunikation in einer bestimmten Sprache zu durchsuchen. Ebenso wird in der NSA-Präsentation erklärt, man könne die Kommunikation und Internetaktivitäten einzelner Personen mitschneiden. Zudem sei XKeyscore in der Lage, den Datenstrom nach Verdachtsmomenten zu durchsuchen, also etwa gezielt nach Personen zu suchen, die in einem bestimmten Land Verschlüsselungstechnik nutzen. Theoretisch also ermöglicht XKeyscore eine Totalüberwachung des Internets, praktisch aber stößt es an Grenzen, die durch Speicher- und Leitungskapazität vorgegeben werden. Bestimmte Suchanfragen liefern derart umfangreiche Datenmengen als Ergebnis, dass eine Weiterleitung der Daten zu den Auswertern in den USA nicht möglich ist. Um solchen Problemen vorzubeugen, sieht das System die Möglichkeit vor, die Tiefe der Suche - und damit den Umfang der Ergebnisse - zu reduzieren. 

XKeyscore bei BND und BfV 

Auch der deutsche Auslandsgeheimdienst BND und das im Inland operierende Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) setzen XKeyscore ein. Das geht aus geheimen Unterlagen des US-Militärgeheimdienstes hervor, die DER SPIEGEL einsehen konnte. Das BfV soll damit den Dokumenten aus dem Fundus von Edward Snowden zufolge die NSA bei der gemeinsamen Terrorbekämpfung unterstützen. Der Verfassungsschutz erklärte, man teste das System lediglich und habe keinen Zugriff auf die Datenbanken. 

Gigantische Datenbanken 

Wie umfangreich diese Datenbanken sind, zeigt eine Folie, die der "Guardian" veröffentlicht hat. Demnach seien schon 2012 in einer einzigen Periode von 30 Tagen 41 Milliarden Einträge in der XKeyscore-Datenbank enthalten gewesen. Die Datenbanken Trafficthief (gezielt ausgewählte Metadaten), Pinwale (Inhalte auf Basis von Stichwort-Suchvorgängen) und Marina (Internet-Metadaten) seien allesamt kleiner als XKeyscore. Nach SPIEGEL-Informationen wurden von 500 Millionen Datensätzen aus Deutschland, auf die die NSA monatlich Zugriff hat, rund 180 Millionen von XKeyscore erfasst. 

 

Der große Datensauger: Tempora 

Vor dem Bekanntwerden von XKeyscore wurde Tempora als das umfangreichste und mächtigste das Abhörprogramm angesehen. Vom "Guardian" veröffentlichten Dokumenten zufolge kooperieren der britische Geheimdienst GCHQ und die NSA bei diesem System, in dessen Rahmen derzeit 200 Glasfaserkabel angezapft werden, die von Großbritannien aus ins Meer führen. Darunter vermutlich auch das aus Deutschland kommende TAT-14-Kabel. Den Unterlagen zufolge speichert Tempora die aufgezeichneten Inhalte bis zu drei Tage zwischen. Die weniger umfangreichen Metadaten werden bis zu 30 Tage vorgehalten. Das Tempora-System der Briten sei "der erste 'ich speichere alles'-Ansatz ('full take') in der Geheimdienstwelt", sagte Whistleblower Edward Snowden. 

Zugriff bei Internetunternehmen: Prism 

Hinter dem Namen Prism verbirgt sich ein Spähprogramm der NSA, das offenbar seit 2007 aufgebaut wird: Abgeschöpft werden offenbar unter anderem E-Mails, Fotos, Privatnachrichten und Chats. Geheimdokumenten zufolge, die Edward Snowden veröffentlichte, hat die NSA Zugriff auf die Server von Firmen wie Microsoft, Google, Facebook, Apple, Yahoo, Skype und anderen. Die Unternehmen bestreiten einen direkten Zugriff. Den bisher vorliegenden Informationen zufolge wurden die Unternehmen jedoch vom Foreign Intelligence Surveillance Court (FISC), einem Geheimgericht in Washington, zur Zusammenarbeit und gleichzeitig zur Geheimhaltung verpflichtet. 

Aus Folien, die die "Washington Post" veröffentlichte, geht hervor, dass Prism auch "Echtzeit-Benachrichtigungen" etwa darüber bieten kann, wenn sich eine Zielperson in den eigenen E-Mail- oder einen Chat-Account einloggt. Im Rahmen des Tempora-Programms werden Inhalte, die von Glasfaserkabeln abgezweigt werden, bis zu drei Tage lang zwischengespeichert. Vermutlich gehen die Programme Hand in Hand: Prism liefert säuberlich geordnete Details über Zielpersonen, Tempora ist das Schleppnetz, aus dem sich bei Bedarf beliebige weitere Kenntnisse über die Person oder ihre Kontakte fischen lassen. 

 

Yahoo hat sich gewehrt 

Wie die Zusammenarbeit im Detail funktioniert, berichtete der "Guardian" am 12. Juli am Beispiel von Microsoft. Schon vor der Veröffentlichung neuer Produkte seien die Vertreter von FBI und NSA zu Rate gezogen worden, heißt es da, Probleme würden im Geiste der Zusammenarbeit gelöst. Sogar zur als abhörsicher angepriesenen Chat- und Internettelefonie-Software Skype verschaffte Microsoft den Diensten heimlich Zugang. 

Als einziges Unternehmen hat sich offenbar Yahoo gegen die Anordnungen zu wehren versucht. Im Juli erstritt das Unternehmen allerdings die Herausgabe der als geheim eingestuften Gerichtsunterlagen, um seinen Widerstand dokumentieren zu können. Die übrigen genannten Firmen haben sich den Anordnungen des FISC offenbar gebeugt und es dem Geheimdienst eine Zusammenarbeit ermöglicht. Reden dürfen sie darüber nicht, einige versuchen nun wenigstens das Recht zu erstreiten, die Zahl der Anfragen auf Datenherausgabe durch Geheimdienste veröffentlichen zu dürfen. 

 

Prism und Tempora - wie kann man sich wehren? 

 

Einige Tipps 

Ein erster Schritt könnte sein, womöglich doch lieber auf in Europa angesiedelte Internetdienste, etwa deutsche E-Mail-Provider, zurückzugreifen. Verschlüsseln Sie Ihre Kommunikation. Wie das geht, steht zum Beispiel hier. Wenn Sie Cloud-Speicherdienste wie Dropbox sicher nutzen, online verschlüsselt chatten, Files oder Nachrichten online verschlüsselt weiterreichen wollen, finden Sie hier einige Tipps. Eine Anleitung zum Verschlüsseln von Festplatten finden Sie hier. 

Weitere Texte: 

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 NSA setzt auf gefälschte Facebook - Server 

http://marialourdesblog.com/tag/burger-im-visier-der-geheimdienste/ 

Neue Enthüllungen des Whisteblowers Edward Snowden zeigen, dass die NSA zumindest plante, weltweit Millionen Computer mit Malware zu identifizieren. Dafür zuständig sei ein Programm mit dem Codenamen “Turbine”, das “automatisiert” Schadsoftware an Rechner verteile. Dadurch sollen Angriffe mit Malware massiv ausgedehnt worden sein: Statt wie bisher nur einzelne vorausgewählte Ziele anzugreifen, sollen ab spätestens Juli 2010 hunderttausende Rechner anvisiert worden sein. Wie viele Computer aktuell davon betroffen sind, ist unklar.

Den Snowden-Dokumenten zufolge kann die NSA durch diese Tools Mikrofone respektive Webcams übernehmen und ferngesteuert Gespräche aufzeichnen sowie Fotos oder Videos aufnehmen.

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Snowden für Friedensnobelpreis 2014 vorgeschlagen!

Snowden exklusiv – Das Interview 

Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen - Wer sind diese Interessengruppen, die im Hintergrund die Fäden ziehen? Was passiert mit Politikern, die nicht mitspielen wollen? Welche Politiker, die sich der neuen Weltordnung entgegenstellten, starben eines mysteriösen Todes? Ist »The City of London« ein Staat im Staat? Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen, deckt nicht nur Unglaubliches auf, sondern bietet zudem im zweiten Teil auch Lösungen an, die ihr Leben komplett verändern werden.

 

Überwachung: England fängt Millionen von privaten Videos auf Yahoo ab! 

Laut einem internen von Edward Snowden veröffentlichten Dokument der National Security Agency (NSA), fängt der GCHQ (Geheimdienst des Vereinigten Königreichs) - für sein Konto und das der Vereinigten Staaten – Millionen von privaten Video-Gesprächen auf Yahoo ab, meldet voltairenet.   

 

Das Dokument erklärt, dass 3 bis 11 % der gesammelten Bilder pornographisch sind und die Agenten der Krone sie nicht öffnen müssen. Im Jahr 2008 hat das GCHQ in den ersten sechs Monaten des Programms Optic Nerve Kommunikation von 1,8 Millionen Abonnenten von Yahoo abgefangen.“Optic Nerve: millions of Yahoo webcam images intercepted by GCHQ”, par Spencer Ackerman et James Ball, The Guardian, 28 février 2014. “GCHQ’s cover for Optic Nerve provided by legislation introduced in 2000”, par Nick Hopkins, The Guardian, 27 février 2014.

Schattenmeister - Die heimliche Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Geheimdiensten, Großkapital, Drogenhändlern und »Terroristen« zur Errichtung einer Neuen Weltordnung! Es ist eine Tatsache, dass die USA, die einst eine Republik waren, einem System gewichen sind, das von einer ruchlosen Oligarchie beherrscht wird, die die gesamte Welt ihren Interessen zu unterwerfen versucht. hier weiter Bürger im Visier der Geheimdienste – Selbstverteidigung gegen NSA, BND & Co. So schützen Sie Ihre Privatsphäre vor dem Zugriff der Geheimdienste Was viele Jahre lang als Verschwörungstheorie galt, ist spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden Verschwörungsrealität. Wir befinden uns mitten in einem Krieg gegen unsere Privatsphäre. Völlig ahnungslose Bürger geraten ins Visier der Geheimdienste. Die von Snowden offengelegten Einzelheiten beleuchten, dass alleine die National Security Agency (NSA) »täglich an die fünf Milliarden Aufzeichnungen über Handy-Ortungen auf der ganzen Welt sammelt«.