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Boeing-Rakete zerstört PCs über Mikrowellen

 

CHAMP soll mit Hochleistungs-Mikrowellen gezielt Elektronik lahmlegen können. Das Projekt von Boeing und US-Luftwaffe flog vergangene Woche erstmals einen Testflug und konnte alle Ziele ohne Kollateralschäden ausschalten. Noch ist allerdings unklar, ob die Technologie weiterentwickelt wird.

Der US-Luftfahrt- und Rüstungshersteller Boeing hat mit CHAMP (Counter-electronics High-powered Microwave Advanced Missile Project) erstmals erfolgreich eine Rakete getestet, die mit minimalen Kollateralschäden gezielt Infrastrukturen lahmlegen kann. Die Rakete wurde vergangene Woche erstmals in der Praxis getestet und konnte laut Boeing überzeugen. Mit der Hilfe von Hochleistungs-Mikrowellen konnten alle elektrischen Geräte innerhalb eines zweistöckigen Gebäudes innerhalb von Sekunden deaktiviert werden. Im Rahmen des Tests wurden insgesamt sieben Gebäude attackiert, alle davon wurden erfolgreich mit "wenig oder gar keinen Kollateralschäden" deaktiviert.

Trotz des erfolgreichen Testflugs bleibt jedoch unklar, ob die Rakete jemals zum Einsatz kommen wird. Dennoch würde die Zusammenarbeit zwischen Boeing und US Airforce laut CHAMP Projektleiter Keith Coleman "einen wichtigen Schritt nach Vorne" bedeuten. Des weiteren habe man mit der neuartigen Rakete aus "Science Fiction Science Fact" gemacht.

Raketenflugzeug: In 1,5 Stunden nach Australien X-51A: US-Militär testet Hyperschall-Flugzeug US Navy rüstet Drohnen auf Linux um. Boeing-Rakete zerstört PCs über Mikrowellen: futurezone.at.  

"The cruise missile is equipped with a powerful magnetron that produces a massive pulse of microwave radiation. The magnetron is a high-powered vacuum tube that generates microwaves that uses the interaction of electrons with a magnetic field. It also is used in radars and microwave ovens.

All of this also is similar to another U.S. Air Force-developed weapon based on a type of radar called the active electronically scanned array, or AESA. An ASEA acting as normal radar broadcasts microwaves over a wide area. However, all of its energy can be focused on a single point. A beam from an ASEA basically scrambles electronic components of a target, similar to the effects of an EMP from a nuclear detonation when it fries all electronics." www.wnd.com

 

Waffe der Zukunft

29.10.2012  

Der Flugzeugbauer Boeing hat in Zusammenarbeit mit der US- Luftwaffe einen Flugkörper namens CHAMP (Bild) entwickelt, der in der Lage ist, mittels Hochleistungs- Mikrowellen Computer und andere elektronische Geräte außer Gefecht zu setzen. Bei ersten praktischen Tests machte die Lenkwaffe die Geräte binnen Sekunden unbrauchbar. 

 

 

Mit einer aktiven Sendeanlage an Bord flog CHAMP (die Abkürzung steht für Counter- electronics High- powered Microwave Advanced Missile Project) über sieben Gebäude eines Testgeländes im US- Bundesstaat Utah und griff sie mittels eines leistungsstarken Mikrowellen- Senders an. Wie ein Video von Boeing zeigt, wurden bei dem Angriff alle Geräte binnen Sekunden deaktiviert. Zu sehen ist u.a., wie die Bildschirme schwarz werden, weil die PCs durch die Wellen beschädigt werden.   

"In naher Zukunft wird dieses System benutzt werden, um feindliche Elektronik und Datensystem unbrauchbar zu machen, bevor die ersten Kampfflugzeuge das Ziel erreichen", zeigte sich Keith Coleman, Manager des CHAMP- Projekts, begeistert. Laut Angaben von Boeing sei es bei dem Test zu "wenigen oder gar keinen Kollateralschäden" gekommen. Die Rakete habe sogar derart effizient gearbeitet, dass selbst die zur Aufzeichnung des Testflugs verwendeten Kameras zerstört wurden.

Das seit 2009 laufende CHAMP- Programm hat einen Auftragswert von 38 Millionen Dollar und wird vom Air Force Research Laboratory geführt. Neben Boeing sind an dem Projekt auch die Sandia National Laboratories und das Unternehmen Raytheon Ktech beteiligt.www.elektronikpraxis.vogel.de.

"Der Cyber War der Zukunft wird nicht nur vom Computer aus mit Viren geführt. Boeing testet eine Drohne, die gezielt die elektronischen Systeme des Feindes ausschalten soll. Das Projekt, das laut Hersteller Boeing "eine neue Ära der modernen Kriegsführung" einleiten soll, nennt sich CHAMP: Die Abkürzung steht für Counter-electronics High-powered Microwave Advanced Missile Project. Das System besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten. Die eine ist eine Art Marschflugkörper. Dieser trägt aber nicht wie üblich einen Sprengkopf, sondern – das ist die zweite Komponente – einen starken Mikrowellen-Sender.

 


Bei einem ersten Testflug über Utah hat die Drohne laut Mitteilung von Boeing erfolgreich ein vorab einprogrammiertes zweistöckiges Bauwerk angeflogen und mit den Mikrowellen-Impulsen beschossen. Sowohl eine Reihe von Computern als auch die Stromversorgung des Gebäudes seien dadurch außer Betrieb gesetzt worden. Boeing spricht im Zusammenhang mit CHAMP von einer nicht-tödlichen Waffe. Es wurden aber keine Angaben darüber gemacht, wie sich die hochkonzentrierte Mikrowellenstrahlung auf Menschen auswirkt, die sich in einem Zielgebiet der CHAMP-Drohen befinden."

 

 

 

"Waffensysteme, die selektiv elektronische Systeme angreifen, gibt es schon lange, etwa in Form von EMP-Bomben. Um die Jahrtausendwende wurde sehr viel Geld in entsprechende Forschung gesteckt. Die westlichen Nationen haben ihre Cyber-War-Bemühungen im Gegensatz zu China oder Russland lange Zeit auf solche Hardware-basierten Angriffe konzentriert", erklärt Alexander Klimburg vom Österreichischen Institut für Internationale Politik gegenüber dem Newsletter "pressetext". 

Derzeit wertet Boeing die Ergebnisse der Tests aus, in deren Verlauf sieben verschiedene Ziele von CHAMP innerhalb einer Stunde ausgeschaltet wurden. Bis zum Einsatz in realen Kampfhandlungen sind noch weitere Forschungsarbeiten notwendig. Boeing spricht aber bereits von einem Durchbruch im Bereich der Nicht-tödlichen Kriegsführung. "Waffen, die elektronische Systeme angreifen, sind in der modernen Kriegsführung bereits Alltag. Laut mancher Berichte setzte 2007 Israel im Rahmen der Operation 'Orchard' eine auf Radarstrahlen basierende Cyber-Waffe ein, um die gesamte Luftabwehr Syriens unschädlich zu machen", so Klimburg.  

Quelle: pressetext.com
Illustration: boeing.com