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Cyberwar - das digitale Schlachtfeld 

 

 
 

Wirtschafts- und Bankenspionage, Manipulationen von militärischen und staatlichen Kommunikationsmedien, Fremdsteuerungen oder gar Zerstörungen von Computersystemen - all das hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Gert Scobel wird daher diesmal mit seinen Gästen: Sandro Gaycken, Robin Geiß und Felix Lindner über bekannt gewordene Cyberattacken und militärische Transformationen der neuen Kriegsführung diskutieren. 

Schadsoftware verschafft sich Zugriff auf Computersysteme und darauf gespeicherte Daten - der Schaden ist immens.  

 

Cyberattacken

 

Spähsoftware verursacht weltweit große Schäden 

Einer der neuesten und bekanntesten Computerviren heißt "Flame". Einmal auf dem Computer, kann er fast alles: Kameras anschalten, Büros belauschen, E-Mails lesen und Chats abhören. Er registriert, was geschrieben wird und macht Screenshots vom Bildschirm. Flame ist ein hochkomplexer Schädling, der laut dem russischen Antiviren-Hersteller Kaspersky Lab seit mindestens 2010 im Umlauf ist.

Betroffen sind Tausende von Computern, vor allem von Unternehmen und Bildungseinrichtungen im Nahen Osten. Klar ist auch, dass der Trojaner durch große Organisationen oder staatliche Stellen entwickelt worden sein muss. Nur diese sind in der Lage, eine so komplexe Schadsoftware zu schreiben. Der "Flame"-Virus erinnert Experten stark an den 2010 aufgetauchten Computerwurm Stuxnet.

 

Angriff durch Umprogammieren oder Überlastung

Stuxnet legt gezielt die Computer von Kraftwerken lahm. Er zielt vor allem auf Steuerungsprogramme der Firma Siemens, auf Frequenzregler für Uranzentrifugen. Im Iran hat der Wurm tausende Computer von iranischen Atomanlagen infiziert. Stuxnet gelingt es, die Drehzeit der Zentrifugen zu verändern, so dass diese mal langsamer, mal schneller laufen und die Urananreicherung nicht mehr reibungslos funktioniert. Am Ende zerstörte die virtuelle Bombe hunderte von Uranzentrifugen. Man vermutet, dass Israel und die USA für Stuxnet verantwortlich sind.

 

 

Im Frühjahr 2007 wird Estland das erste Opfer einer Cyberattacke. Betroffen sind die Computersysteme staatlicher Einrichtungen und Banken. Die Rechner werden dabei mit so vielen Anfragen überschwemmt, dass sie zusammenbrechen. Als Urheber des Angriffs wird Russland vermutet. Zwischen den beiden Ländern gab es einen Streit, weil die Esten ein sowjetisches Kriegerdenkmal aus dem Stadtzentrum Tallins entfernten. Der Vorfall zeigte schon damals, wie verwundbar die elektronische Infrastruktur sein kann.

 

China wird hinter vielen Netzattacken vermutet

2010 wurde der Suchmaschinenkonzern Google und 33 andere US-Unternehmen Opfer einer besonders raffinierten Attacke. Dabei hatten die "Cyberkrieger" unter anderem den Programmcode der Google-Software im Visier, brachen in die Computersysteme ein und spähten Geschäftsgeheimnisse und politische Aktivisten aus, kurz nachdem sich das Unternehmen über die Online-Zensur in China beklagt hatte. Auch zu Spionagezwecken setzen die Chinesen auf digitale Attacken. 2011 erlangten unbekannte Hacker Zugriff auf die Konten des Google-E-Mail-Dienstes Gmail und damit auch auf die Postfächer von Vertretern der US-Regierung und chinesischen Regimegegnern. Peking dementierte entrüstet. Doch laut eines Verfassungsschutzberichts wurden allein im Jahr 2009 mehrere hundert Angriffe mit chinesischem Ursprung auf deutsche Behörden, unter anderem auf das Kanzleramt, festgestellt.

Es geht aber auch umgekehrt: So ist die Installierung einer Spähsoftware in deutsche Computer durch die Bundesregierung im Jahr 2008 äußerst umstritten. Der Bundestrojaner soll angeblich Terror-Anschläge verhindern. 2008 hatte das Bundesverfassungsgericht die Totalüberwachung abgelehnt und die Richter haben festgelegt, unter welchen Voraussetzungen der Bundestrojaner eingesetzt werden darf. Onlinedurchsuchungen, also das komplette Kopieren eines fremden Rechners, wird stark beschränkt, nicht aber das Abhören von Kommunikation. Ausdrücklich verboten hat das Gericht, Gespräche über Webcams zu überwachen, Tastaturabdrücke zu speichern und auf Ordner der Festplatte zuzugreifen.

 

1000 Milliarden Dollar Schaden pro Jahr

Doch die Richter wollten den Behörden nicht alle Möglichkeiten der Bewachung verwehren: In begründeten Fällen können Screenshots gemacht sowie E-Mails und Internettelefonate abgehört werden. 2010 hat der Chaos Computer Club diese Spähsoftware untersucht und sehr zu seinem Missfallen festgestellt, dass sie viel mehr kann und tut, als die Verfassung erlaubt.

Die Bedrohung durch Cyber-Attacken nimmt zu. Schätzungen zufolge liegt der durch virtuelle Sabotage verursachte Schaden weltweit bei etwa 1000 Milliarden Dollar pro Jahr. Die Computerviren zielen auf die Nervenzentren industrieller Gesellschaften und könnten diese mit wenigen Schlägen lahm legen. Die Schadprogramme werden immer komplexer; niemand weiß, welcher Virus beim nächsten Cyberangriff zum Einsatz kommt. Abschreckung oder gar Unterbindung sind schwer möglich.  

 

The Future of Security –  from The Economist KAL’s Cartoon

 

 

Cyber War: Wenn das Web zur Waffe wird – HDTVRip – Xvid 

 

Cover 

 

Mit der Weiterentwicklung der Technik von Computern und des Internets werden auch immer neue Angriffsmöglichkeiten für virtuelle Kriminelle geschaffen: HagbardC-Netzlautsprecher etc.....

Die Zeiten, in denen Computerviren lediglich Spam verursachten, sind vorbei. Die Doku zeigt, welch folgenschwere Schäden durch Cyber-Attacken in der modernen Welt verursacht werden können: Nicht nur einzelne Rechner können von Angriffen betroffen sein, sondern auch ganze Hauptserver von Regierungen können lahmgelegt werden.    

Schüler-Cybermobbing im Internet 

Schüler beleidigen Schüler. Sie pöbeln, beschämen und bedrohen sich online. Fast jeder dritte Schüler war schon einmal Opfer von Cybermobbing. Und obwohl das Problem längst bekannt sein sollte, unterschätzen viele Schulen noch immer die Gefahr. Für die Betroffenen wird der Schulbesuch zum Höllentrip, ihr Leben gerät aus den Fugen. Nicht jeder hält das aus, wie zuletzt der Selbstmord der 17-jährigen Kanadierin Rehtaeh Parsons zeigte. Die 17-Jährige war an den brutalen Cybermobbing-Attacken ihrer Mitschüler verzweifelt.  

Frontal21 zeigt an aktuellen Fällen, wie Cybermobbing auch in Deutschland zunehmend das Leben von Jugendlichen bestimmt, und stellt eine Schule vor, die mit neuen Strategien dagegen vorgeht. [Mehr]

 Cybermobbing  

Chatten, surfen, skypen - die Internetnutzung gehört inzwischen zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Kaum ein Teenager, der kein Smartphone besitzt, mit dem der Gang ins Internet auch unterwegs jederzeit möglich ist. Darüber hinaus bieten die Telefone die Option, Bilder und Videos aufzunehmen und diese sofort online zu stellen. Parallel nimmt die Brisanz von Cybermobbing immer weiter zu, da sich Beleidigungen, Spott und Gemeinheiten in scheinbar anonymen Netzwerken wie Facebook in kurzer Zeit massenhaft verbreiten lassen. Das, was sich früher in einem sowohl räumlich wie auch zeitlich begrenzten Rahmen auf dem Schulhof abspielte, hat im virtuellen Raum eine Entgrenzung erfahren, welche die Opfer in bislang unbekannten Dimensionen trifft: Beleidigungen auf Facebook, entwürdigende Videos auf YouTube und nächtlicher Terror über das Handy haben in den vergangenen Jahren weltweit bereits mehrere Teenager in den Selbstmord getrieben.

Wenngleich das Thema immer präsenter wird, mangelt es noch vielfach an einer ausreichenden Aufklärung sowohl von Kindern als auch von Eltern, um der Problematik präventiv zu begegnen. Dieser Ratgeber leistet einen Beitrag, um über das Phänomen Cybermobbing zu informieren und Tipps für betroffene Opfer sowie zu den Tätern zu geben. Am Ende des Textes finden sich Adressen zum Weiterlesen sowie Kontaktstellen, die direkt Hilfe anbieten.  

Was ist Cybermobbing? 

Als Cybermobbing, Internetmobbing oder Cyberbullying gelten verschiedene Formen der Belästigung, Nötigung oder Diffamierung anderer Menschen unter Zuhilfenahme elektronischer Kommunikationsmittel. Mobbing-Opfer erfahren dabei permanente Schikanen in Chatrooms oder sozialen Netzwerken wie Facebook oder YouTube, wobei die Motive von Imponiergehabe gegenüber Freunden über die Reduktion potenzieller Konkurrenten bis hin zur Angst vor eigener Ausgrenzung reichen. Die Täter bedienen sich teilweise der Mittel des klassischen Mobbings und stellen die Taten beispielsweise mittels Filmsequenzen oder als Fotos ins Internet. Die Handlungen können verbal, physisch oder seltener auch nonverbal vonstattengehen.

Im Wesentlichen nennt die wissenschaftliche Literatur folgende Erscheinungsformen: http://www.cybermobbing-hilfe.de/